Die Hörbuchsprecherin Sandra Voss gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen und auch hier hat sie wieder einen tollen Job gemacht und dieses beklemmende Buch sehr gut eingelesen.
Odettes Mutter ist gestorben und Odette ist ungeübt in sozialen Kontakten. Aber sie geht gerne ins Kelvingrove Museum. Dort trifft sie eines Tages auf Amos, der schon Rentner ist und um die 80 Jahre alt. Dennoch sucht sie seine Nähe und Freundschaft und ich fand es sehr emotional, wie Odette ungeübt Freundschaften sucht und wen sie als Freundin bezeichnet hat; das hat mich wirklich mitgenommen und traurig gemacht.
Doch dann scheint ihr Leben eine Wendung zu nehmen, denn sie zieht bei Amos ein, der ein riesiges Haus besitzt.
Es gibt zwei Zeit-Perspektiven: einmal die Gegenwart, in der Odette in Polizeigewahrsam genommen wurde und kein Wort spricht und dann die Rückblicke, die den größeren Teil einnehmen. Odette hatte zuvor kein Smartphone, warum auch, wen hätte sie anrufen sollen? Und auch Social Media entdeckt sie neu für sich und geht sehr unbedarft vor. Wie oft hätte ich sie gerne an die Hand genommen.
Aber wie kam es dazu, dass sie Amos getötet hat? Was ist passiert? Nach und nach erfahren wir immer mehr Details und müssen immer wieder neu strukturieren und umdenken.
Meiner Meinung nach ein beeindruckendes Debüt.