Eine sehr coole Dark Academia Story einer Menge Geheimnisse und tiefer Gefühle
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat. Der Klappentext klang interessant, das Cover hat mich angesprochrn, da dachte ich mir, ich sollte es lesen. Aber ich habe zu Beginn des Buches wirklich nicht damit gerechnet, dass die Sorrowsong University wirklich so düster, atmosphärisch und gefährlich werden würde. Also kurzum, wirklich richtig gut Dark Academia.Ich finde, das Cover wirkt auf den ersten Blick fast ein wenig wie für einen Fantasy Roman mit den Blumen und Farben, doch stattdessen bekommen wir ein altehrwürdiges Gebäude mit vielen Traditionen und vier Häusern, in denen eine Menge Schüler aus angesehene Familien zusammenleben, die alle ihre eigenen Abgründe und Geheimnisse mitbringen.Und an diesem Ort befindet sich nun Ophelia, doch anders als ihre Mitschüler ist sie mit einer klaren Mission und vielen Fragen zum Tod ihrer Eltern angekommen. Und in mitten all dem ist da Alex. Alex, dessen Vater vielleicht schuld am Tod ihrer Eltern ist, aber auch Alex, der so ganz anders schient, als sie erwartet hatte.Ophelia ist eine faszinierende und vielschichtige Protagonistin. Wenn ich ihren Namen gelesen habe, hatte ich zwar die ganze Zeit die Melodie von Taylor im Kopf (Ja, der Ohrwurm ging erst weg, nachdem ich das Buch beendet hatte), aber technisch gesehen hatte Ophelia mehr Ähnlichkeit mit ihrer Namensvetterin aus Hamlet. Beide sind vom Schicksal geprägt, tragen innere Kämpfe aus und sind innerlich auf ihre Art zerrissen. Doch Ophelia will kämpfen. Sie kämpft seitdem ihre Eltern ums Leben gekommen sind und kämpft nun um Antworten und für Rache. Ich konnte ihre Wut gut verstehen, ihre Misstrauen und auch ihre Trauer. Sie wirkte in all ihren Emotionen sehr authentisch.Alex ist ebenfalls ein komplexer Charakter, er ist alles andere als leicht zu durchhauen, da er hohe Mauern um sich errichtet hat. Oberflächlich wirkt er charmant, aber dennoch kontrolliert, als halte er immer etwas zurück. Dennoch hilft er Ophelia überraschenderweise auf der Suche nach dem Mörder und sie muss erkennen, dass er ihr vielleicht doch gar nicht so unähnlich ist. Und was soll ich sagen jemand, der den Trope "He falls First and harder" so ernst nimmt, denn kann man nur mögen.Ophelia und Alex zusammen mochte ich ebenfalls gerne, ihre Annäherungen sind Slow Burn, was zur Gesamtsituation gepasst hat, aber ihre Chemie war nicht zu unterschätzen. Beide haben ihr Päckchen zu tragen, beide brauchen Zeit, um sich zu öffnen, aber knistern tut es dennoch gewaltig zwischen ihnen. Manchmal braucht es halt auch nicht viel mehr als Blicke, um das zu spüren.Was mir zudem richtig gut gefallen hat, war dass es auch Crime Elemente gab, da ein Stalker sein Unwesen treibt und für zusätzlichen Nervenkitzel sorgt.Insgesamt hat mir diese Dark Academia Geschichte voller Geheimnisse, Verstrickungen, Traumata und tiefer Emotionen wirklich unheimlich gut gefallen. Sie hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und durch die düstere, leicht beklemmende Atmosphäre der Academy und den Spannungsbogen nur so durch die Seiten fliegen lassen.