>> Einige Überlebende sagen, die Dunkelheit sei ein Biest. Man spürt sie, wenn sie sich nähert. Und ist sie da, fühlt es sich an, als läge das Furchtbarste und Schönste direkt in deiner Peripherie. << - S. 119
Meine Meinung:
I am the Blade entführt in eine düstere und dystopische Fantasywelt mit einer ausgefeilten Grundidee, die mich fasziniert hat.
Der Einstieg war etwas holprig und es hat ein paar Kapitel gebraucht bis ich mich in dieser Welt zurechtgefunden habe. Am Anfang landet man zusammen mitten im Geschehen, was ich an sich sehr gerne mag, doch hier hat es leider aufgrund weniger Erklärungen und Hintergrundinformationen dafür gesorgt, dass ich das große Ganze nicht direkt durchblickt habe. Nach dieser großen Hürde konnte mich die Welt aber doch in ihren Bann ziehen.
Seren ist eine Assassinin, die zunächst kühl und emotionslos handelt. Ich konnte sie erst schwer greifen und habe etwas gebraucht, um mit ihr warm zu werden. Zudem handelt sie ganz nach den Maßstäben eines korrupten Systems, in dem sie eingebunden ist. Im weiteren Verlauf der Handlung lernt man viel über sie kennen, wodurch ich mich besser auf sie einlassen konnte. Allerdings blieb bis zum Ende eine gewisse Distanz.
Vales Charakter mochte ich an sich sehr gerne, allerdings hätte ich mir gewünscht noch mehr über ihn zu erfahren. Leider fiel es mir sehr schwer mich auf die Beziehung der beiden einzulassen, weil das Knistern und die Emotionen leider nicht zu mir durchgedrungen sind.
Was mir aber nochmal sehr an der Geschichte gefallen hat, waren die Found Family-Vibes und der Zusammenhalt der Charaktere hat der Geschichte das gewisse Etwas verliehen. Auch die Spannung wurde zum Ende hin deutlich angezogen, wodurch ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Fazit:
Eine düstere und dystopische Welt mit einer spannenden Idee. Leider hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen und auch die Verbindung zwischen den Protagonisten konnte mich nicht komplett überzeugen.
3,5/5