Ein spiritueller Reiseroman voller Emotionen
Ich glaube, dieses Buch hat mir wieder einmal gezeigt, dass Reisen nicht immer nur bedeutet, irgendwo anders hinzufliegen. Manchmal reist man vor allem durch sich selbst ¿¿ Carina erzählt hier von ihrer Reise durch Bangkok, Bali, Indien und Neuseeland - aber eigentlich erzählt sie noch viel mehr von sich selbst. Von Dingen, die wehgetan haben, von Begegnungen, vom Loslassen und davon, langsam wieder herauszufinden, wer man eigentlich sein möchte. Und ich muss sagen: Das Spirituelle darin mochte ich wirklich gerne. Es war zwar nicht unbedingt alles etwas, das ich genau so erleben oder ausprobieren würde, aber gerade diese andere Sichtweise fand ich so spannend. Auch bei den Ländern musste ich feststellen, dass ich nach diesem Buch jetzt nicht unbedingt meinen Koffer packen und genau dorthin fliegen möchte - etwas, was vielleicht nicht unbedingt der Sinn hinter einem Reisebericht ist. Doch das fand ich hier so gut: Die ungeschönte Wahrheit, die manchmal in einem fremden Land, hinter einer uns neuen Kultur lauert, wurde hier nicht beschönigt. Aber vielleicht ist genau das gar nicht der Punkt. Denn ich fand diese Lebensreise unglaublich interessant. Dieses Gefühl, dass man manchmal an einem Punkt steht, an dem man einfach nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll - und dann irgendwie trotzdem einen Weg findet. Und genau deshalb glaube ich, dass dieses Buch für manche Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort kommen könnte. Für jemanden, der gerade in einem richtig dunklen Tief steckt. Für jemanden, der glaubt, dass es nicht mehr besser wird. Für jemanden, der vielleicht gerade selbst nicht weiß, wohin mit sich. Vielleicht kann Carinas Geschichte dann ein kleines bisschen Hoffnung geben ¿ Ich persönlich nehme aus dem Buch vor allem einen Gedanken mit: Man muss nicht wissen, wohin die Reise geht, um loszugehen. Denn vielleicht ist das manchmal schon genug ¿