ehrlich und offen über seinen Ausstieg berichtet, liest sich zügig weg
Mal ehrlich, wer hat nicht schon mal daran gedacht, alles zu verkaufen und irgendwo als Aussteiger zu leben? Vielleicht auf einem Hausboot oder einfach nur in einem anderen Land? Jens Brambusch hat es gemacht, aber auf einem Segelboot. In seinem Buch Tausche Büro gegen Boot erschienen im Dumont Verlag erzählt er offen und ehrlich seine Erfahrungen, die er von Anfang 2018 des Ausstiegs bis heute gemacht hat. Mir hat es echt gut gefallen. Seine Erlebnisse und auch Erfahrungen zu teilen fand ich höchst spannend. Man merkt übrigens, dass er das Schreiben gewöhnt ist. Er hat mich als Leser gekonnt bei der Stange gehalten. Ich fand es teils amüsant, teils interessant und manches Mal auch überraschend. Die einzelnen Kapitel starten jeweils mit einer Überschrift und Fachbezogenem zu Segelbooten. Wir selbst sind nie Segler gewesen, hatten aber Freunde die uns immer mal wieder gerne mitgenommen haben. Insofern fand ich diese Infos echt toll.Jens Brambusch erzählt aber nicht nur schöne Dinge, er schreibt über Stürme, Schwierigkeiten mit ausländischen Behörden, den teueren Unterhalt des Seglers und anderen Widrigkeiten. In der Mitte des Buches befinden sich mehrere Doppelseiten mit privaten Fotos damit man sich das Leben auf See noch besser vorstellen kann, vielleicht regt es ja aber sogar dazu an, sich selbst auf den Weg zu machen und den Ausstieg endlich zu wagen um mehr aus seinem Leben zu machen.