Auch dieses Mal konnte mich Denzil Meyrick mit seinem Inspector Grasby wieder köstlich amüsieren.
Der Kriminalfall an sich ist solide, aber das Highlight dieses Buches ist definitiv die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird.
Da wäre zum einen schon mal diese Winterstimmung, die ganz hervorragend eingefangen ist und die einfach unglaublich viel Gemütlichkeit ausstrahlt. Wir lesen von Schneegestöber, auch mit typischen Begleiterscheinungen wie Eingeschneitsein oder Stromausfällen, haben aber innen auch immer wieder diese Behaglichkeit, das Treiben im Hotel, die köstlichen Speisen oder einfach eine Tasse heißen Tee. Genau so eine Geschichte will man im Winter lesen.
Und dann ist da natürlich Grasby selbst, der einfach überhaupt kein klassischer Held ist, sondern zwar sehr klug, aber keinesfalls besonders mutig oder waghalsig. Im Gegenteil, er ist immer darauf bedacht, seine eigene Haut zu retten, was so allerhand lustige Wendungen erst möglich macht.
Dazu treffen wir auch wieder auf seinen Vaters und seinen Vorgesetzten, die ihn beide nicht so ganz ernst nehmen und dabei selbst regelmäßig den Vogel abschießen.
Der Tote im Kutter ist damit wirklich ein zweiter Band, der die Reihe würdig fortsetzt und große Vorfreude auf Band 3 weckt, der hoffentlich auch noch auf Deutsch erscheinen wird.