Erst vor kurzem habe ich Kommissar Sito in einem vorherigen Band kennengelernt, nun habe ich erneut mit ihm ermittelt, diesmal in Still schweigt der See. Bei dem Buch handelt es sich um den 4. Band der Reihe und diesmal ist es mir unfassbar leicht gefallen, in die Geschichte zu finden. Meines Erachtens nach kann man sie auch wunderbar ohne die vorherigen Bände lesen.
Still schweigt der See spielt in Konstanz und man merkt eine gewisse Liebe zur Stadt. Ich war noch nie in Konstanz aber die Schilderungen haben ausgereicht, um mir ein richtig schönes Bild von der Stadt zu zeichnen. In Still schweigt der See kommt es in dieser Idylle zu einem absoluten Ausnahmezustand. Standen in dem Buch das ich zuvor gelesen habe, die privaten Verstrickungen im Vordergrund, ist es hier die Handlung, auf die sich das Rampenlicht richtet.
Die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand, in die Universität dringen Vermummte ein und auch zwei Busse werden von Fremden gekapert. Und was hier bereits in kurzen Sätzen spannend klingt, hat sich durch das komplette Buch gezogen. Die Thematik ist wahrlich keine leichte, wird aber spannend aufs Papier gebracht. Das Ganze wird mit einem politischen und vor allen Dingen modernen Anstrich versehen, eine Klima-Demo spielt an diesem Tag nämlich ebenfalls eine Rolle. Was mir thematisch unfassbar gut gefallen hat, war mir in so manchen Moment fast schon zu viel Action. Ich hatte das Gefühl, meinen Kopf am liebsten nach allen Richtungen ausstrecken zu wollen, um alles mitzubekommen
Aber ich sags, wie es ist: die Handlung könnte meines Erachtens perfekt genau so in einem Tatort verfilmt werden. Hier passiert viel, hier wird alles klug eingefädelt und am Ende geschickt aufgelöst.
Über die Figuren, vor allem über Kommissar Sito, kann ich nur Gutes sagen. Der Mann ist nicht nur sympathisch, er ist auch schrullig und einfach ein eigener Charakter. Ich freu mich auf den nächsten Fall, der schon in meinem Regal auf mich wartet.