Andreas Brander wird 50 Jahre alt und hat Angst, dass seine Familie und Freunde diesen Tag mit peinlichen Spielen feiern wird. Abgelenkt wird er allerdings durch einen neuen Fall, ein junger Mann wurde mit einer Armbrust ermordet.
Körschtalrache ist wieder ein spannender Fall, der sich mit den Themen Schuld und Sühne befasst. Was passiert, wenn ein anderer Mensch meinen Lebenstraum zerstört hat? Sollte das Umfeld mich in der Opferrolle bestärken oder mir nicht vielmehr neue Wege aufzeigen, trotzdem ein erfülltes Leben zu leben? Und wie lebt dieser andere Mensch mit seiner Schuld?
Mich erschreckt, dass unsere Welt immer mehr von Egoismus geprägt ist. Jeder achtet nur noch auf seinen Vorteil und übersieht dabei, dass es die Gemeinschaft ist, die wahrhaft stark macht.
Sybille Baecker scheut nicht davor zurück auch die Risiken im Polizeialltag zu zeigen. Hier bringen sich keine unvorsichtigen Hobbyermittlerdurch Herumschnüffeln in Gefahr, sondern sie zeigt die reale Bedrohung, der alle Polizisten im Alltag ausgesetzt sind. Und so bange ich um meine Lieblinge, die mir im Laufe der Reihe ans Herz gewachsen sind. Werden sie am Ende des Buches alle überlebt haben?
Andreas Brander ist kein einfacher Mensch. Für seine Familie hat er meistens zu wenig Zeit, weil er inmitten von Mordermittlungen seine Arbeit priorisiert. Trotzdem ist er fair und gibt allen Menschen eine Chance. Seine Mitarbeiter schätzen ihn sehr und das freundschaftliche Gefrotzel unter Kollegen geht in diesem Band hauptsächlich zu seinen Lasten, dem runden Geburtstag sei Dank.
In Körschtalrache sorgt Polizeianwärterin Jeannette für viele Lacher. Die junge Frau kennt keine Scheu, ist eigenwillig und nervig und so manches Mal bleibt den erfahrenen Kollegen die Spucke weg bei ihrem Umgang mit Verdächtigen und deren Angehörigen und doch bringt sie auch frischen Wind und neue Ideen in das Team.
Mit dieser Reihe werde ich noch zur Whisky-Expertin. Da Kommissar Brander gerne die verschiedensten Whiskysorten probiert und im Anhang auch noch einmal aufgeführt wird, welche Whiskys den einzelnen Fall begleitet haben, bin ich zu mindestens theoretisch jetzt eine Expertin. Die Praxis überlasse ich aber lieber Andy und seinem Freund Karsten Beckmann.
Wer realistische Ermittlungen und spannende Fälle verbunden mit einem sympathischen Kripo-Team voller interessanter Persönlichkeiten liebt, der kommt an dieser Reihe von Sybille Baecker nicht vorbei. Mich hat bisher jeder einzelne der zwölf Fälle begeistert und ich freue mich auf viele weitere.