Ein interessanter historischer Kriminalroman.
Bereits zum zweiten Mal bin ich gedanklich in die Eifel gereist und habe gemeinsam mit Karl, dem Schmied, ermittelt.Ralf Lano hat mich auch mit dem zweiten Band des historischen Kriminalromans "Der Tod kennt verschwiegene Pfade" überzeugt.Hier trifft Nachkriegsgeschichte auf Verbrechen.Den sympathischen Schmied Karl Bernes, habe ich bereits im ersten Band kennengelernt. Vorkenntnisse sind aber nicht nötig, der Fall ist in sich abgeschlossen. Für mich war es ein Wiedersehen, oder Lesen, mit alten Bekannten.Beim Lesen reist man ins Jahr 1947. Die Folgen des Krieges sind noch deutlich zu spüren. Es herrscht Armut. Kein Wunder, dass der Schmuggel von Waren aller Art Hochkonjunktur hat. Kaffee, Tabak, alles wird illegal verkauft.Einer der Schmuggler wird auf der Strecke erschossen.Der ermittelnde Kommissar bittet erneut Karl um Hilfe.Dieser soll gemeinsam mit dem Polizeianwärter Eddi, bei den Schmugglern eingeschleust werden.Der Krimi steht hier nicht allieinig im Vordergrund. Ich mochte die Dialoge zwischen den Protagonisten sehr gern und natürlich die historischen Informationen. Ich hatte den Eindruck, der Autor hat super recherchiert. Als Leser hat man ein genaues Bild vor Augen und die Missstände der damaligen Zeit werden aufgezeigt.Im Vergleich zum ersten Band, war mir der Kommissar dieses Mal deutlich sympathischer.Die nette Dorfschullehrerin Fräulein Schneebach, kam allerdings für meinen Geschmack etwas zu kurz. Sie hatte nur eine kleine Rolle.Die Zusammenarbeit der beiden empfand ich in Band 1 aber sehr erfrischend.Das Gesamtpaket hat mir wieder super gefallen.Wer historische Romane mag und auch gerne Kriminalromane liest, der wird die Reihe mögen.