Krimi-Minnies 8. Fall spielt zur Karnevalszeit in Wasserburg am Inn. Minnies Pflegetochter Malika ist in der Tanzgarde der INNfernalischen und hat einen Auftritt nach dem anderen. Faschingsprinzessin Luisa I. wird erfroren im Wald aufgefunden. War es ein Unfall oder Mord ? Wieder einmal steckt Minnie direkt ganz tief in den Ermittlungen.
Da ich aus der Region Köln komme, bin ich natürlich in Sachen Karneval eine besonders kritische Leserin. Ich dachte, echten Karneval gibt es nur bei uns. Umso mehr hat es mich erstaunt, dass es auch in Wasserburg Tanzgarden gibt, die von Auftritt zu Auftritt fahren, und dass dort offenbar sehr ausgelassen gefeiert wird. Wie schon in den anderen Bänden der Reihe finde ich die Ermittlungen der sympathischen Minnie sehr interessant. Sie schafft es immer wieder durch Empathie, Hartnäckigkeit und nicht immer ganz legale Methoden mehr zu erfahren als die Polizei. Dabei geht sie hohe Risiken ein und auch diesmal wurde es sehr gefährlich für Minnie. Die Auflösung des Falls fand ich, gemessen an der extrem hohen Spannung während der Ermittlung, ein wenig unspektakulär.
An einigen Stellen hätte ich als ortsfremde gerne noch mehr über die Traditionen erfahren. zB wird mehrfach der uDo (ungewöhnlicher Donnerstag) erwähnt. Ist das vergleichbar mit der rheinischen Weiberfastnacht? Eine kurze Erklärung im Glossar wäre schön. Sehr gut gefallen hat es mir, zu lesen, wie gut sich Malika eingelebt hat und die Entwicklung der kleinen Familie weiterzuverfolgen.
Freue mich auf Band 9.
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