Die Ärztin - Gefährlicher Besuch von Mareike Dannenberg ist der zweite Teil einer Reihe rund um die Medizinerin Dr. Eva Mares, und die Ermittlerinnen Frauke und Mina. Ich habe das Buch gelesen ohne den ersten Teil zu kennen.
Am Anfang kam ich dadurch etwas schwieriger ins Buch hinein, aber sehr schnell ist man in der Geschichte drin und baut eine Verbindung zu Eva auf. Diese wird in einer Nacht von 2 Menschen besucht, eine hochschwanger, der andere, ein Mann, ein komischer Zeitgenosse. Eva, Gynäkologin, soll die schwangere Frau untersuchen ob alles ok ist. Ihr kommt das komisch vor und sie tut es dennoch und verlangt, dass die beiden am nächsten Tag zu ihr ins Krankenhaus kommen. Doch, sie kommen nicht. Gleichzeitig rollt die Polizei einen Vermissten Fall von vor etlichen Jahren auf. Dazu kommt noch, das Eva am nächsten Tag das Wort Hilfe auf ihrem Spiegel im Gästebad entdeckt, was nur von der Frau stammen kann. Wurde Sie auch entführt? Wie und ob das ganze zusammenhängt, ob der Vermisstenfall geklärt werden kann, was es mit der mysteriösen Frau auf sich hat, das erfahren wir im Laufe dieses äußerst spannenden Buches.
Mir gefallen die Charaktere unglaublich gut, allen voran Eva und ihre Familie. Sie selbst haben mit ihrem Leben zu kämpfen, durch vergangene Ereignisse. Dennoch versuchen Sie ihr Leben irgendwie zu meistern. Wir befinden uns an sehr wenig Hauptschauplätzen, aber das tut dem Buch sehr gut! Der Schreibstil ist toll, leicht, verständlich und spannend. Es ist ein richtiger Krimi, also mir hat er sehr gut gefallen. Es passt einfach und ergibt am Ende Sinn. Wobei, kann man von so einer schlimmen Geschichte von Sinn ergeben reden? Ja, es ist alles nicht irgendwo an den Haaren herbei gezogen, sondern sehr realistisch und immer wieder hat man das Gefühl, man kennt so einen Fall oder so ähnlich schon aus dem TV. Was kein negatives Argument ist, aber es ist einfach schlimm was dort mit der Frau (die immer als Sie bezeichnet wird) gemacht wird. Es ist grauenvoll und häusliche Gewalt sowieso, egal ob gegen Männer oder Frauen und dass es sie heutzutage mehr denn je gibt. Man müsste ja meinen, dass die Menschen schlauer werden.
Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt, die wechselnd aus der Sicht von Eva, Frauke, Mina und Sie (Opfer) erzählt werden. Was ich klasse fand.
Einzig das Gendern an wenigen Stellen hat mich gestört. Ansonsten fand ich es rundherum gelungen.