Es geht schon wieder rund im beschaulichen Essing im Altmühltal: Kaum hat das nagelneue Wellnesshotel eröffnet, wird auch schon die dort angestellte Yogalehrerin Lilly tot aufgefunden. Der Fundort der Leiche, ihre Todesumstände und ihr Aussehen geben Dorfschnüfflerin Mary und ihrem Mann Toni Rätsel auf. Lilly starb an einer Überdosis K.-o.-Tropfen und sie hat auf einem rauschenden Ball im Hotel getanzt, als sie eigentlich längst tot war. Für weitere Verwirrung sorgt ein zweiter Leichenfund in der Asche der heruntergebrannten Waldkapelle. Dann wird auch noch eine sechzehnjährige Schülerin vermisst. Mary schlüpft diesmal zum Schnüffeln in Abendrobe und in die Rolle von Miss Marple. Doch die Aufklärung der Verbrechen endet ziemlich turbulent (Klappentext)
Wie könnte es anders sein, ich war sehr schnell wieder in Essing und an der Seite von Mary und ihrem Mann Toni und ermittelte nach wenigen Seiten bereits wieder mit. Die Spannung ist von Anfang an gegeben und interessante Ereignisse und Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Der Schreibstil ist wieder gut lesbar, die Handlung etwas verworren aber das gehört dazu. Wenn auch manche Stellen vorhersehbar sind, so hat es doch der entstehenden Leseatmosphäre und dem Lesegenuss nicht geschadet. Die verschiedenen Charaktere, teils aus den Vorgängerbänden bekannt, sind wieder real vorstellbar und entwickeln sich entsprechend weiter. Die Handlungsorte sind real vorstellbar. Alles zusammen läuft fast wie in einem Film ab. Ein humoriger, aber auch spannender Regionalkrimi, den man nur empfehlen kann. Ob Mary nun ihre Ermittlungen einstellt oder doch wieder irgendwann zum Ermitteln anfängt, man wird sehen.