Das Museum of Broken Hearts sammelt Gegenstände von verflossener Liebe und stellt diese aus. Wer einen Gegenstand abgibt, wird sich von der Person lösen können; findet man sein Happy End wird ein rotes Herz an die Wand geklebt. Für Juna ist das gerade das, was sie braucht. Denn seit sie ihren besten Freund Link geküsst hat, geht sie ihm aus dem Weg. So gibt sie die Zeichnung ab, die er von ihr gefertigt hat ab und hofft einfach nur mit ihm und ihrem Bruder weiterzumachen, wie bisher. Doch Gefühle kann man nicht so einfach abgeben, wie eine Zeichnung.Bisher kannte ich die Autorin nicht, so hat mich das Thema rund ums Museum of Broken Hearts neugierig gemacht.Juna ist eine junge Frau, die durch ihre Krankheit, Skoliose, die Schattenseiten der Menschen erfahren musste. Ihre Krankheit wird hin und wieder erwähnt, ebenso wie der Jenga-Turm (ihre Wirbelsäule). Ich hätte mir ein paar Details über die Anfänge oder (Massage)Therapie für Juna gewünscht.Ihr bester Freund Link ist Tattooartist. Das Verhältnis zu seiner Familie ist schwierig, da er geerbt hat, während seine Familienmitglieder weniger gut bedacht wurden. So hat er den Kontakt abgebrochen. Allerdings wird das Thema nur wenig behandelt und auch seine Arbeit als Tätowierer wurde kaum beschrieben.Der Schreibstil hat es mir nicht so ganz leicht gemacht. Mehrmals musste ich Abschnitte oder Sätze doppelt lesen, da ich den Sinn nicht direkt verstanden habe. Als der Name einer Kampfkunst vorkam, wurde zwar im Abschnitt gesagt, worum es sich handelt, was ich aber erst verständlich fand, nachdem ich nachgesehen habe, was der Begriff bedeutet. In einer intimen Szenen wurde mehrfach das Wort "Anschließend" benutzt, was ich nicht passend für die Stimmung fand.Ich hatte Probleme mich in die Protagonisten hineinzuversetzen und die Liebesgeschichte kam nicht bei mir an.Das Museum dagegen fand ich wirklich toll und ich hab mich jedes Mal gefreut, wenn man wieder etwas über einen Gegenstand lesen konnte, wobei besonders eine mich wirklich berührt hat und dieser kleine Schnipsel das Highlight im Buch wurde.Für mich persönlich war das Buch leider nur okay, denn abholen konnte es mich nicht, so bleibt es für mich bei einem Einzelband.