Ein spannender Auftakt mit düsterer Zukunft, mystischen Elementen, verschiedenen Perspektiven und überraschend viel schwarzem Humor.
2055 - Die Rache des Wanderers ist eine spannende Mischung aus dystopischer Zukunft und fantastischen Elementen, die mir richtig gut gefallen hat.Gerade der Anfang hat mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Besonders die Familie rund um Joshua, Robert und ihren Vater wirkt sehr realitätsnah. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven lernt man die Figuren intensiv kennen und erlebt bestimmte Ereignisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln.Die Stimmung des Buches hat mir dabei besonders gut gefallen. Die Zukunft wirkt düster, bedrückend und gleichzeitig erstaunlich greifbar. Klimawandel, extreme Hitze, Wasserknappheit, politische Spannungen und technische Veränderungen gehören ganz selbstverständlich zum Alltag. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass diese Zukunft gar nicht so weit von unserer eigenen entfernt sein könnte. Gleichzeitig sorgen die fantastischen und mystischen Elemente dafür, dass sich die Geschichte zunehmend in eine ganz andere Richtung entwickelt.Auch der Kontrast zwischen der teilweise sehr düsteren und überraschend brutalen Handlung und den immer wieder auftauchenden humorvollen oder skurrilen Momenten hat für mich gut funktioniert. Gerade dadurch bleibt die Geschichte abwechslungsreich und wird nicht durchgehend schwer.Die Geschichte nimmt sich Zeit, ihre Welt und ihre Figuren aufzubauen, was bei einem Auftakt zu einer dreiteiligen Reihe für mich gut funktioniert hat. Am Ende bleiben viele Fragen offen - und genau deshalb bin ich sehr gespannt, wie es mit Joshua, Robert und dem Wanderer weitergeht.Man sollte sich bewusst sein, dass dies Teil 1 von 3 ist und man hier zunächst tief in die Situation, die Ereignisse und die Figuren eintaucht. Für mich ein spannender Auftakt, der definitiv Lust auf die Fortsetzung macht.5 von 5 ¿¿