Inhalt:
Als vor der Hallig Süderoog im nordfriesischen Wattenmeer eine Leiche gefunden wird, nehmen Kommissar Theo Krumme und seine Kollegin Pat die Ermittlungen auf. Der Tote gibt ihnen Rätsel auf: Wer ist der Mann? Wurde sein Leichnam von Bord eines Schiffs im nahen Heverstrom geworfen und hier angespült? Was wissen die Bewohner der Hallig - ein junges Paar und eine Gruppe Archäologiestudenten, die nach alten Schiffsspuren sucht? Und welche Rolle spielt eine Legende, nach der in dunklen Nächten ein Mörder das Watt heimsuchen soll? Krumme und Pat suchen in der kleinen Gemeinschaft nach Antworten, während über der Nordsee eine neue Gefahr heraufzieht ...
Für mich war es der erste Krimi von Hendrik Berg und der konnte mich voll überzeugen. Die Geschichte rund um den toten Lasse ist stimmig erzählt und der Autor schafft es den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und zum Ende hin die Spannung sogar noch zu steigern. Zahlreiche Verdächtige, ein Kommissar der mit den Erlebnissen der Vergangenheit kämpft und die atmosphärischen Beschreibungen der Hallig und des Küstenflairs machen diesen Krimi zum absoluten Lesevergnügen.
Das Ende bringt dann nochmal fast unerträgliche Spannung und eine Wende, mit der ich so nicht gerechnet habe. Den wahren Täter hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm und ich war wirklich überrascht, was das auf den letzten Seiten noch passiert. Respekt vor dem Autor, der hier bis zum Ende Spannung erzeugt.
Fazit: Ein wunderbarer Krimi der sehr gut die ruhige Stimmung der Küste und die Mentalität der Bewohner dort einfängt. Es ist beinahe wie Urlaub - wenn man mal von dem Mord absieht. Klare Kaufempfehlung!