Tanner ist bisexuell und verliebt sich in Sebastian, Anhänger der LDS (Latter-Day Saints), eine Glaubensgemeinschaft, die ihren Ursprung in Salt Lake City, Utah hat. Und diese verbietet unter anderem gleichgeschlechtliche Beziehungen. You see the problem?
Kann Liebe wirklich alles überwinden? Auch den Glauben? Ich war mir beim Lesen absolut nicht sicher, wie die ganze Sache ausgeht. Ich wollte so sehr ein Happy End, habe es aber nicht als realistisch eingeschätzt. Die Lösung der Autorinnen fand ich am Ende aber wirklich gut und überzeugend.
Ich habe mich sofort in diese wundervolle und bittersüße Geschichte verliebt. Man braucht nur einen extrem sarkastischen, witzigen und impulsiven Protagonisten, um mich glücklich zu machen. Tanner war einfach perfekt - so authentisch, so ehrlich. Ich habe so viel gelacht, seine Sprüche waren genial. Kombiniert mit diesem ernsten und für mich teilweise unfassbarem Thema war das eine tolle Auflockerung.
Die Geschichte war leicht, obwohl sie so unheimlich schwer und unverständlich für mich war. Weil diese Glaubensrichtung einfach überhaupt nicht mit meiner Weltanschauung übereinstimmt.
Dennoch konnte ich Sebastians Glauben irgendwie verstehen, auch wenn das jetzt widersprüchlich klingt. Er ist mit diesem Glauben aufgewachsen. Es gehört nicht zu seinem Leben, es IST sein Leben. Die Autorinnen haben die vielen positiven Facetten der Gemeinschaft für mich verständlich dargestellt. So verständlich, dass ich bis zum Ende wirklich nicht wusste, ob Sebastian sich für sich selbst entscheidet oder seinem Glauben streng treu bleibt.
Der Schreibstil der Autorinnen überzeugte mich von Seite 1 an. Ich war mir sofort bewusst, dass ich dieses Buch nicht aus den Händen legen kann.
Danke für diese Geschichte. Danke für Tanner. Danke für Sebastian. Lest sie Lest sie. Lest sie.