»Ich habe es ernst gemeint, als ich sagte, dass du nicht mehr allein sein musst. Wir stehen das gemeinsam durch.«
Darcy Coates' »House of Shadows« unterscheidet sich deutlich von ihren anderen Romanen. Das Buch ist weniger ein klassischer Spukhaus-Thriller als vielmehr eine Gothic Romantasy, in der die Liebesgeschichte einen sehr zentralen Platz einnimmt.
Für mich ist das aber keineswegs etwas Negatives, denn ich liebe dieses Genre. Ich mag es, wenn eine Geschichte gleichzeitig unheimlich und romantisch ist, wenn zwischen all dem Grusel auch Platz für Gefühle bleibt und sich eine Liebesgeschichte entwickelt, die sich wunderbar in die düstere Atmosphäre einfügt. Eine Mischung aus Gänsehaut, düsteren Geheimnissen und einer Prise Romantik ist für mich einfach die perfekte Kombination.
Sophie und Joseph waren wirklich herzig miteinander. Ganz anders als eine andere Figur aus Josephs Familie, die mir zwischenzeitlich beinahe mehr Angst eingejagt hat als der Spuk selbst.
Doch auch die Gruselelemente konnten mich überzeugen. An manchen Stellen fühlte ich mich an das düstere Märchen »Der Blaubart« erinnert, was der Geschichte eine beinahe märchenhaft-morbide Note verliehen hat.
Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte, wären ein paar Seiten mehr gewesen. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass sowohl die Handlung als auch die Liebesgeschichte etwas zu schnell voranschreiten. Gerade bei Letzterer hätte ich mir gewünscht, Sophies und Josephs Liebe etwas mehr Zeit zum Wachsen zu lassen. Auch der Handlung selbst hätten ein paar zusätzliche Seiten gutgetan, um manchen Momenten mehr Raum zum Wirken zu geben.
»House of Shadows« war für mich eine wunderschöne Mischung aus düsterem Spuk und einer zarten Liebesgeschichte. Zwischen den Schatten und Geheimnissen des alten Hauses entfaltet sich eine Erzählung, die mich gleichermaßen zum Gruseln und zum Schwärmen gebracht hat.
Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.