Elizabeth steht nach dem Tod ihres Mannes plötzlich vor einem großen Problem: Er hat ihr einen Berg Schulden hinterlassen und damit ist auch ihr Zuhause in Gefahr. Nur ihrer Freundin Jo und deren Tochter Lucy vertraut sie sich an. Bei nächtlichen Schwimmausflügen im Meer und langen Gesprächen kommen sich die drei Frauen näher. Jede von ihnen trägt ihre eigenen Erfahrungen und Wunden mit sich.
Lucy ist Ärztin in Dublin und lebt nach der Scheidung allein. Nach einem Burnout braucht sie eine Auszeit und kehrt mit ihrem Sohn in ihre Heimat zurück. Durch die gemeinsamen Erlebnisse entsteht zwischen den Frauen eine tiefe Verbundenheit. Sie setzen ein Herzensprojekt für ihren Heimatort um, das die Bewohner zusammenbringt. Als Jo selbst einen schweren Schicksalsschlag erlebt, zeigt sich, wie viel Kraft aus echter Freundschaft entstehen kann.
Für mich ist Der Ladys Midnight Swimming Club ein gefühlvoller und tiefgründiger Roman. Die Geschichten der drei Frauen kreuzen sich, während jede auf ihre eigene Weise mit Verlust und alten Wunden umgehen muss. Dabei geht es auch um die Frage, wie es nach einem Einschnitt im Leben weitergehen kann. Der Roman vermittelt Mut für Neuanfänge und verzichtet angenehm auf Kitsch.
Ich mochte den Gedanken, dass manchmal gar nicht viel nötig ist, um für eine Weile Abstand von den eigenen Sorgen zu bekommen. Für die Frauen ist es das gemeinsame Schwimmen im Meer. Eine ruhige Geschichte, die zu Herzen geht und mich noch ein wenig beschäftigt hat.
Fazit:
Ein gefühlvoller Roman über Verlust, Freundschaft und den Mut für einen Neuanfang