Joan ist Astrophysikerin und hegt den Traum in den Weltraum zu fliegen. Als in dieser fiktiven Realität in den 1980ern auch endlich Frauen zugelassen werden, bewirbt sie sich bei der NASA. In ihrem Jahrgang befinden sich die freiraumliebende Vanessa, die überheblich wirkende Lydia, der unterstützende Piloten Hank, der freundliche John und auch ein paar nicht so umgängliche Kollegen. Wir erleben bis '84 wie die Gruppe ihre Ausbildung absolviert, private Höhenflüge erlebt und schlussendlich zu einer Mission geschickt wird.Anfangs bin ich überhaupt nicht in die Geschichte reingekommen. Direkt zu Beginn befinden wir uns im Jahr 1984 als Joan Capcom ist und ein paar Astronaut/innen aus ihrem Jahrgang ein Unglück im All erleben, bei dem einige verletzt wurden. Was eigentlich ein spannungsgeladener Beginn sein könnte, hat mich überhaupt nicht berührt, weil ich die Charaktere noch überhaupt nicht kannte. Dann wechseln wir zurück in die Vergangenheit, als Joan sich als Astronautin bewirbt und die Ausbildung anfängt und soooo viele Personen auftreten. Ich hab an dem Punkt das Buch erst einmal zur Seite gelegt. Ich hab nur positive Stimmen dazu gehört, aber mir hat es leider überhaupt nicht zugesagt. Für mich hätte es mehr Sinn gemacht, wenn die Geschichte chronologisch erzählt worden wäre. Oder das Unglück nach einem Drittel, wo ich mehr involviert gewesen wäre, geschildert worden wäre. Einige Wochen später habe ich das Buch wieder zur Hand genommen und mir direkt eine Personenliste geschrieben. Langsam habe ich mich zurechtgefunden und mit den Charakteren angefreundet.>>Der Blick in den Nachthimmel bedeutet, Teil einer langen Reihe von Menschen zu werden, die im Laufe der Geschichte immer wieder auf dieselben Sterne geblickt haben. Man wird Zeuge, wie sich die Zeit entfaltet.<<15 %Und dann nahm die Geschichte ihren Lauf. Es wird viel über Joans Ausbildung geschrieben, wie sie z. B. mit Fallschirmen Landungen im Wasser üben oder Flugstunden absolvieren. Auch Joans Privatleben, insbesondere ihre kleine Nichte, die sie regelmäßig sieht, spielt eine Rolle, sowie Joans aufkeimende Liebesgeschichte. Mit jeder Seite mehr habe ich die Geschichte genossen. Während ich das Buch noch gelesen habe, wollte ich "kaum Gefühl" als Überschrift für die Rezension nehmen. Aber dann kam das Ende und ich hab verstanden, warum so viele von der Geschichte so berührt sind. Ich hatte am Schluss nur noch Tränen in den Augen! Wow!TJK schreibt einfach unfassbar gut. Auch wenn ich anfangs Schwierigkeiten mit dem Buch hatte, hat sie mich trotzdem noch in die Geschichte ziehen können. Die Autorin entwickelt faszinierende Charaktere, was sie hier mit Joan und ihrer Truppe auch geschafft hat. Es gibt so viele unterschiedliche Persönlichkeiten. Und vor allem die Protagonistin hat mir sehr gefallen. Joan hat mich total beeindruckt!! Wäre sie real, könnte sie ein großes Vorbild sein. Ich mag es, wie sie sich durch die Widrigkeiten der Ausbildung gekämpft hat, stets die Ruhe in Person ist und was für eine großartige Tante sie ist, die ihre Schwester bei der Betreuung immer unterstützt und ihre Nichte so empathisch erzieht. Außerdem fand ich es interessant, wie die anderen Teamkolleg/innen sie beschrieben haben. Joan hat sich mit jedem verstanden und sogar zu der unnahbaren Außenseiterin einen guten Draht entwickelt. Joan ist eine großartige Protagonistin und Persönlichkeit!Fazit:"Atmosphere" hat es mir anfangs nicht leicht gemacht und ich habe das Buch sogar für einige Wochen weggelegt. Aber mit der Zeit hat mich Taylor Jenkins Reid immer mehr ins Geschehen hineingezogen und mit Joan eine großartige Protagonistin, Person und Persönlichkeit geschaffen.