Suse und Lia kennen sich seit Kindertagen. Lia kommt ausgebrannt auf Sylt, hat ihren Job gekündigt und will bei Suse einfach nur zur Ruhe kommen. Suse selbst hat kaum Zeit, sie steckt mitten in den Vorbereitungen für ein Musikfestival und ist als Eventmanagerin komplett eingespannt. Trotzdem ist sofort spürbar, wie eng die beiden verbunden sind und wie gut sie sich gegenseitig auffangen.
Während Suse das Festival organisiert, passiert genau das, womit sie nicht gerechnet hat. Sie verliebt sich in Ben, den Sänger der gebuchten Band. Gleichzeitig wird auch Lia mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Die alten Gefühle für Bastian, Suses Bruder, sind plötzlich wieder da und lassen sich nicht einfach beiseiteschieben.
Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Lia und Suse. Das passt gut zur Geschichte, weil beide ihre eigenen Themen mitbringen und man nah an ihren Gedanken bleibt. Die beiden wirken sehr sympathisch, genau wie die Menschen um sie herum.
Besonders im Gedächtnis bleibt Berta. Mit ihren treffenden Friesensprüchen bringt sie immer wieder einen erfrischenden, ehrlichen Ton in die Geschichte.
Das Buch lässt sich leicht lesen und fühlt sich an wie eine kleine Auszeit. Es ist ein Roman für den Liegestuhl, für warme Tage, für Momente, in denen man einfach abschalten möchte. Die Atmosphäre ist so dicht, dass man das Gefühl hat, selbst auf Sylt zu sein, mit der salzigen Seeluft und dem Rauschen des Meeres im Hintergrund.
Fazit:
Ein leichtes, stimmungsvolles Buch über Freundschaft, alte Gefühle und einen Sommer, der vieles in Bewegung bringt. Perfekt zum Abschalten.