Sehr spannender Roman über drei starke und mutige Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts!
Jetzt habe ich auch den 2. und finalen Band "Die Honigfrauen - Eine neue Heimat" von Mirjam Müntefering gelesen und ich habe die Lektüre wieder sehr genossen, ich fand den 2. Band fast noch besser als den ersten.Die Geschichte wird wieder abwechselnd aus der Perspektive von Irma, Auguste und Harriet erzählt, wodurch man viel über das Innenleben der Protagonistinnen erfährt!Zum Buch: Bergisches Land, 1910: Nach dem Tod des Großvaters, der ein begnadeter Konditor gewesen ist, haben Irma und Auguste Schwierigkeiten mit der Eröffnung des Landcafés. Dabei haben sie mit Hilfe Minnas, einer alten Freundin von Auguste und von Beruf Architektin, alles so schön hergerichtet. Doch Besuche kommen nur spärlich. Scheinbar hat Ludwig Honig die kostbaren Rezepte für seine Kreationen mit ins Grab genommen. Und es findet sich auch kein ausreichend talentierter Nachfolger für Ludwig. Da kommt Irma, die im Laufe der Geschichte immer selbstbewusster und eigenständiger wird, die Idee, ihre Tante Harriet, Ludwigs uneheliche Tochter, die das Backtalent ihres Vaters geerbt hat, um Hilfe zu bitten... Aber was wird ihre Großmutter Auguste dazu sagen?Irmas Verehrer Arno, Sohn einer wohlhabenden Konditorfamilie, meldet sich plötzlich nicht mehr und meint er es überhaupt ernst mit seinen Avancen? Auf ihren besten Freund seit Kindertagen, Eugen, hingegen kann sich Irma immer verlassen.Auch in Harriets Leben (sie fühlt sich in ihrer Ehe nicht mehr wohl und lernt einen charmanten Franzosen kennen) geht es drunter und drüber und Auguste plagen die Sorgen um Irma sowie ganz persönliche Herzensangelegenheiten.Das Buch zieht einen einfach in seinen Bann, von der ersten Seite an. Man sollte den ersten Band natürlich als erstes lesen. Schnell ist man wieder Mitten im Leben von Irma, Auguste und Harriet. Die Autorin versteht es auf ihre feinfühlige Art, die drei Protagonistinnen sowie die Nebenfiguren lebendig werden zu lassen und uns bei ihren Entwicklungen mit fiebern zu lassen.Moderne Themen wie Queerness und Inklusion - und das gefällt mir ganz besonders - werden auch im 2. Band wieder aufgegriffen. Mich haben auch kleine Details wie die Tatsache, dass die tierliebe Irma Vegetarierin ist oder das Nachdenken über einen Ehevertrag, sehr angesprochen!Fazit: Wieder ein toller historischer Roman über starke und mutige Frauen!