Ein Buch, das so interessant wie unterhaltsam ist. Emma Southon blickt durch die Brille einer modernen Feministin auf das Römische Reich
Inhalt: Emma Southon nimmt uns mit auf eine Reise von der Gründung Roms bis in die Spätantike. Im Fokus: Die Leben von 21 Frauen, die häufig in der männlich geprägten Geschichtsschreibung übersehen werden. Ob adelig oder bürgerlich, polytheistisch oder christlich, aus der Stadt Rom oder vom äußersten Rand des Reiches: Manche dieser Frauen ähneln sich, andere könnten unterschiedlicher nicht sein. Kaiserinnen, Märtyrerinnen, Geschäftsfrauen - sie alle finden ihren Platz in diesem Buch.Fazit: "Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen" hat mir unglaublich gut gefallen. Zum einen habe ich trotz 6 Jahren Lateinunterricht und vorangegangener Lektüre ganz neue Einblicke in die römische Geschichte erhalten. Zum anderen hat mir der Schreibstil der Autorin wirklich sehr zugesagt. Emma Southon schreibt aus der Sicht einer modernen Feministin, gibt ganz offen zu, dass so mancher römischer Mann "wohl eher Therapie nötig gehabt hätte" und webt so manchen nerdigen Vergleich in ihre Schilderungen ein. Diese Art des Erzählens hat die Kurzbiographien trotz hoher Informationsdichte sehr kurzweilig werden lassen. Großartig!Empfehlung: Für Geschichtsfans ebenso wie moderne Feministinnen!