Ich bin bekennender Strobel-Fan und nachdem er mich zuletzt mit "Der Trakt" schon überzeugen konnte, war für mich klar: "Der Sarg" musste direkt im Anschluss gelesen werden. Und was soll ich sagen? Auch dieser Thriller hat mich richtig gepackt!Köln wird von grausamen Verbrechen erschüttert: Frauen werden entführt und lebendig begraben. Der Täter gibt der Polizei Hinweise, doch wenn die Ermittler die Gräber finden, ist es bereits zu spät. Die Opfer sind erstickt. Gleichzeitig wird Eva von einem immer wiederkehrenden Albtraum heimgesucht: Sie wacht in einem Sarg auf, gefangen, panisch und ohne zu wissen, wie sie dort hineingekommen ist. Doch nach dem Erwachen entdeckt sie Blutergüsse und Kratzspuren an ihrem Körper ... und plötzlich fühlt sich der vermeintliche Traum erschreckend real an.Schon der Einstieg hat mich direkt gepackt. Die beklemmende Atmosphäre, die klaustrophobischen Szenen und die Frage, was mit Eva passiert, erzeugen von Anfang an eine enorme Spannung. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die vielen Cliffhanger und die unterschiedlichen Perspektiven und sogar die Denkweise des Täters wird authentisch geschildert. Dadurch liest sich das Buch unglaublich flüssig und man möchte ständig noch "ein weiteres Kapitel" lesen.Auch das Ermittlerteam fand ich interessant und glaubhaft dargestellt. Die Ermittlungen waren nachvollziehbar, ohne unnötige Alleingänge, und immer wieder gelingt es Strobel, mich auf eine falsche Fährte zu schicken. Zwar hatte ich ungefähr ab der Hälfte eine Vermutung, was hinter dem großen Geheimnis steckt, trotzdem konnte mich die Geschichte bis zum Ende mitreißen. Und dann kamen die letzten Seiten, diese waren nervenaufreibend und einfach grandios. So viele Puzzleteile fügen sich nun zusammen und plötzlich ergibt vieles einen Sinn.Für mich ein spannender, düsterer, verstörender und richtig fesselnder Psychothriller, der genau das liefert, was der Klappentext verspricht. Wieder ein "Strobel" der überzeugt und ich freue mich auf weitere seiner fesselnden Plots.