Gasperlmaier ist gefühlt im Stressmodus. Neben dem Familienbesuch aus Kanada, der Ballettvorführung zu der ihn seine Frau nötigt, ist da auch noch der neue junge Kollege Kevin, der ein ganz besonderes Exemplar darstellt und ihn sehr fordert und dann gibt es noch eine tote junge Musikerin. Puh, Gasperlmaier hat mehr als nur alle Hände voll zu tun. An seiner Seite dabei Emina und Frau Dr. Kohlross als Ermittlerinnen sowie die Altmanns, seine Tochter nebst Frau und viele weitere Personen u.a. aus dem Orchester-/ Musikermilieu, die im Fall bzw. im Privatleben des Franz kräftig mitmischen und dafür Sorgen, dass keinesfalls Langeweile aufkommt.
Die Frage ist, wo ist das Motiv zu suchen für die junge Tote. Schnell wird klar, die junge Dame war kein Kind von Traurigkeit. Das Ermittlertrio geht verschiedenen Fährten nach und ehe sie sich versehen, gibt es den nächsten Toten. Langsam wird es wirklich gefährlich....
Herbert Dutzler versteht es, den Leser mit einer Mischung aus Spannung, Krimi und Mordermittlungen sowie dem Privatleben des Franz Gasperlmaier gut zu unterhalten. Es gibt immer wieder lustige Szenen oder überraschende Wendungen, die den Leser permanent bei der "Stange" halten, so dass keine Langeweile aufkommt. Bei über 400 Seiten ist das wirklich bemerkenswert. Trotz der Vielzahl an Personen, die in der Geschichte vorkommen, sind diese so entworfen und beschrieben, dass ich sehr gut den Überblick behalten konnte. Man muss nicht zwingend die Vorgängerbände gelesen haben, um Fuß zu fassen, aber natürlich versteht man den ein oder anderen Zusammenhang oder die Anspielung dann besser. Ein Wiedersehen mit Gasperlmaier ist immer wieder eine Freude.
Fazit: sehr gute Unterhaltung mit Krimifeeling