Ally Condie ist eine US-amerikanische Autorin, die mit ihren Jugendbüchern mehrfach auf Platz eins der New-York-Times-Bestsellerliste stand. "Pretty Perfect" ist ihr erstes Erwachsenenbuch. Das Cover zeigt die rauschenden Wellen eines türkisfarbenen Meeres an einem idyllischen Strand. Um das abgebildete Hochzeitspaar darauf zu erkennen, benötigt man fast ein Lupe, dennoch passt die Gestaltung des Layouts zum Setting der Geschichte, lässt aber nicht auf das Genre eines Thrillers schließen. So sollte in diesem Paradies eine Traumhochzeit stattfinden. Wie in so vielen Büchern schon erzählt bricht ein Unwetter herein, die Gäste, werden von der Außenwelt abgeschottet und eine erste Leiche taucht auf. Ich war also gespannt wie die Autorin ihre Idee umgesetzt hat und machte mich neugierig ans Lesen. In knapp 60 Kapiteln und rund 400 Seiten erleben wir einen eher unspektakulären und trägen Locked-Room-Thriller. Ally Condie hat einen angenehmen Schreibstil mit einer guten bildlichen Darstellung vom Setting. Die vielen Unterkapitel sind in große Teile gegliedert, die immer einen Tag repräsentieren, welcher in einer Infodarstellung des Resorts mit Wetterbericht und Beschreibung eines Kunstwerkes beginnt. Für mich persönlich waren diese Einschübe nicht notwendig, konnten aber das Feeling etwas auflockern. Die Darstellung der Protagonisten war allerdings für mich etwas zu flach und ich konnte auch zu keinem der Charaktere eine Bindung aufbauen. So zog sich das Lesen auch sehr schleppend dahin und ich verlor den kompletten Bezug zur Story. Irgendwann brach ich dann auch ab, was ich eigentlich sonst nie mache, doch dieses Buch konnte mich einfach nicht fesseln und ich verlor das Interesse daran. Schade, so hatte ich aufgrund der Leseempfehlungen von "Reese Witherspoon" und auch "Harlan Coben" doch etwas Anderes erwartet.