Sylt, 1927. Der Bau des neuen Eisenbahndammes hält die Insulaner in Atem. Tessa Meldorf wird die neue Kurärztin, jedoch wird sie nicht mit offenen Armen empfangen. Als am Damm ein schwerer Unfall geschieht und der Arbeiter stirbt, gibt man Tessa die Schuld. Nur der Kurdirektor hält zu ihr. Tessa verliebt sich in ihn und stellt bald fest, daß ihn ein düsteres Geheimnis umgibt...
Mit "Die Kurärztin von Sylt" entführt Gisa Pauly ihre Leser auf die wunderschöne Insel Sylt im Jahr 1927. Was auffällt, ist ihre Liebe zu der Insel, die sich hier in liebevollen Beschreibungen widerspiegelt. Hier wird alles sehr lebendig. Man sieht die Landschaft vor sich und bekommt ein Gespür dafür, wie sich das Leben zur damaligen Zeit dort gestaltete. Man verfolgt verschiedene Charaktere und ihre Schicksale, fragt sich, wie alles zusammenhängt und spürt Freud und Leid hautnah. Man verfolgt das Geschehen voller Spannung und ist überrascht, wie sich am Ende alles zusammenfügt. Dabei sind die Charaktere sehr vielfältig und wirken authentisch. So genau könnte es sie wirklich gegeben haben. Mir hat dieser Roman sehr gefallen!