Eigentlich wollten Will und Sara ihre Flitterwochen in der Lodge in den Bergen verbringen und die Zeit genießen. Eigentlich sollte es Erholung sein, weit ab von Atlanta und dem GBI.
Doch dann trifft Will erst einen alten Bekannten und findet dann eine Leiche. Die Tote ist die Tochter des Besitzers der Lodge, und ganz tot ist sie noch nicht. Sie kann Will noch ein paar letzte Worte zuflüstern, die an ihren Sohn gerichtet sind.
Und Will weiß, er kann nicht eher ruhen, als dass er den Mörder dieser Frau gefunden hat
Der vorerst letzte Band der Reihe. Ja, ich weiß, ich habe von hinten angefangen und sollte mich mich schämend in irgendeine Ecke trollen. Trotzdem gebe ich meinen Senf zu diesem Buch ab.
Die Geschichte, die Slaughter hier erzählt, ist tief verstörend über eine Familie, die dermaßen zerrüttet ist, dass es einem die Haare zu Berge stehen lässt. Aber ist sie weit hergeholt? Teile klangen für mich vertraut, muss ich zugeben (nein, weder der Missbrauch noch Misshandlungen der Kinder). Familien können dermaßen zerrüttet sein, insofern denke ich nicht, dass Slaughter hier groß übertreibt.
Will handelt für mich in diesem Band anders. Im letzten Roman hatte ich den Eindruck, dass er Kontrolle braucht und sie sucht. In diesem Band verliert er sie mehrfach und hat stellenweise Mühe, sie wieder zurück zu gewinnen. Einerseits ist das nachvollziehbar nach dem Treffen mit Dave, andererseits hatte ich aus dem Vorgängerband doch das Gefühl, dass er sich von so gut wie nichts aus der Bahn werfen lässt.
Die Auflösung selbst hat mich dann doch schockiert auch wenn ich mit meinem Verdächtigen nicht zu weit daneben lag. Dennoch war ich baff, als die Wahrheit ans Licht kam. Mit diesem Twist hatte ich wirklich nicht gerechnet!
Alles in allem fand ich den Vorgänger besser, aber auch dieser Band ist interessant, hat allerdings ein, zwei Längen, die nicht hätten sein müssen.