Lokalreporter Loebel und sein Dackel Wilhelm sind mal wieder im schönen Potsdam auf Verbrecherjagd. Dieses Mal wird eine Leiche morgens in einem der Boote des Bootsverleihs des alten Fritz entdeckt. Ausgerechnet im Boot Nummer 13 und ausgerechnet von Loebels Tane. Aber nicht nur das, es handelt sich auch noch um den Herrn vom Umweltamt. Was da wohl dahintersteckt? Geht es etwa um den Neubau des reichen Reeders Hanning, der hier alles plattmachen will? Loebel und Wilhelm nehmen die Witterung auf.
Eine Flussfahrt, die ist tödlich ist ein Buch aus einer Reihe rund um Loebel und Dackel, die in Potsdam spielt. Den Schreibstil von Andreas K. Buchholz schätze sehr. Er schreibt locker, mit viel Witz und seine Figuren sind, zum Teil schon überzogen, schrullig und könnten so aus dem Leben gegriffen sein. Ich war nie in Potsdam, aber so, wie Buchholz schreibt, bekommt man wirklich Lust darauf!
Die Geschichte um den Toten Beamten nimmt richtig Fahrt auf. Es bleibt nicht bei dem einen Toten und auch Loebel selbst riskiert mehr als nur eine nasse Überraschung, als er dem Mörder immer mehr auf die Fährte kommt.
Wieder einmal ermitteln irgendwie alle aus dem Bekanntenkreis mit und die wichtigsten Details landen auf einer Tischdecke.
Eigentlich ein schönes Potpourri, das alles hat, was ein CozyCrime so braucht. Lokalkolorit, witzige Wortspielereien, ein paar Tote und liebevoll dargestellte Charaktere, die allesamt so ihre Eigenheiten haben. Und dann ist da ja auch noch ein Dackel, der mitermittelt!
Mich persönlich hat die eigentliche Geschichte dieses Mal aber nicht so ganz überzeugen können. Die reichen Verdächtigen bleiben am Rande erwähnt, keineswegs aber in die Geschichte eingebunden oder als Figuren erzählt. Die Handlungsstränge verwirren. Und die Lösung ist gleichzeitig wenig überraschend als auch so begründet, dass man nun wirklich nicht darauf hätte kommen können, wie nun alles zusammenhängt. Die Motivlage bleibt bis zur Auflösung einfach unerreichbar.
Morden ohne Sorgen ist als Schmunzelkrimireihe aber empfehlenswert! Der Schreibstil lädt zum Mitlachen ein, die Charaktere sind herrlich verschroben in ihrer Art und rundum gelingt eine gute Unterhaltung. Die Kriminalgeschichte steht in diesem Buch für mich ein wenig hinter anderen der Reihe zurück. Das Gesamtpaket aber stimmt!