Unter dem Begriff Posthumanismus versammeln sich philosophische Denkbewegungen, die eine bereits in den 1960er Jahren eingesetzte Debatte um die De-Zentrierung des Menschen sowohl epistemologisch wie ontologisch als auch ethisch weitertreiben. Insbesondere werden durch den Posthumanismus Alternativen zu anthropologischen Prämissen angeboten, die in den Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften vorherrschen. Weiterhin bilden Neuerungen im Bereich der Naturwissenschaft und Technik zentrale Bezugsgrößen der Debatte. Es stellt sich für die Erziehungswissenschaft die Frage, wie mit dieser Denkbewegung umzugehen ist, die weitreichende Implikationen für grundlegende Fragen von Erziehung, Sozialisation, Bildung und Lernen hat.