Wenig Tiefgang, etwas unsympathischer Protagonist und wenig Story
Den ersten Band fand ich noch ganz gut und habe für den zweiten natürlich ähnliches erwartet, das Buch lässt sich aufgrund des einfachen Schreibstils wieder schnell und angenehm lesen. Leider scheiterte es für mich aber an Story und Figuren. Ash ist ein Snowboarder, der das snowboarden nach dem plötzlichen Unfall-Tod seiner Eltern aufgegeben hat. Durch Tansy snowboardet er wieder eine Woche, um einem krebskranken kleinen Jungen seinen letzten Wunsch zu erfüllen. Mit von der Partie sind wieder die altbekannten Gesichter. Ash bleibt die gesamte Geschichte über leider etwas unsympathisch: er redet sich ein, es allen recht machen zu wollen, versetzt sich aber nie in die Lage des jeweiligen Gegenüber, entscheidet über alle hinweg und verhält sich Tansy gegenüber recht bevormundend. Am meisten hat mich seine gewählte Opferrolle gestört, aus der er einfach nicht herauskommen möchte, was seinen Bruder wie auch Tansy angeht. Als er dann Tansys Kleiderwahl komplett in Frage stellte und sie quasi zwang, sich umzuziehen, wird das von der Autorin zwar als nett dargestellt, aber im Kern ist es einfach übergriffig. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich ihn auch wegen seiner ansonsten fehlenden Charakterzüge nicht mehr leiden. Tansy wirkt im Gegensatz zu Ash offen, lustig und sehr liebenswert. Sie ist definitiv die nettere Figur, mit der man auch mitfühlen kann.Die Liebesgeschichte zwischen den beiden bleibt sehr oberflächlich und basiert hauptsächlich auf Körperlichkeiten, was ich schade fand, da es sehr viel Raum für eine tiefere Verbindung gab. Auch sonst passiert nicht viel, und alles wird recht schnell abgehandelt. Ansonsten ist die Geschichte, was den letzten Wunsch von Timmy und dessen Erfüllung angeht, sehr niedlich ausgedacht.