Jeder hat (mindestens) ein Geheimnis
Ivy, Mateo und Cal waren früher die besten Freunde, haben sich dann aber scheinbar auseinandergelebt. An einem scheinbar normalen Tag beschließen die drei, die Schule zu schwänzen und mal wieder etwas zusammen zu unternehmen. Dabei stolpern sie jedoch über die Leiche eines Mitschülers und mitten hinein ins Chaos. Was als harmloser Spaß begann, wird schnell bitterer Ernst. Denn jeder von ihnen hütet mindestens ein düsteres Geheimnis. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten erzählt, wie es bei den Büchern von Karen M. McManus eigentlich immer der Fall ist. Ich mag diese wechselnden Perspektiven immer total gerne, weil man sich so in jeden Charakter besser hineinversetzen kann. Ich fand alle drei wirklich realistisch geschrieben und sehr sympathisch. Das Buch ist von vorne bis hinten total spannend. Denn die drei Protagonisten versuchen nicht nur, den Mord an ihrem Mitschüler aufzuklären, sondern gleichzeitig noch ihre eigenen Geheimnisse zu hüten. Was natürlich nicht funktioniert. Nach und nach kommen diese ans Licht und sorgen für zusätzliche Spannung. Man erfährt auch erst im Verlauf der Geschichte, warum sich die drei aus den Augen verloren haben. Schön finde ich, dass sie alle Fehler gemacht haben. Dass sie alle ihre Geheimnisse haben. Keiner von ihnen ist perfekt. Es gibt so einige überraschende Wendungen und das Ende hält nochmal einen richtigen Knalleffekt bereit. Denn auf den Mörder wäre ich nie im Leben gekommen. Von mir fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung.