Georgiana Bridgertons Ruf ist ruiniert, weil ihr letzter Verehrer ein wenig über die Stränge geschlagen ist. Wenn sie nicht fortan von der Gesellschaft geächtet werden will, muss sie den Schuft jetzt heiraten. Allerdings bietet sich ihr plötzlich ein Ausweg, als ihr Jugendfreund Nicholas Rokesby, Sohn des Earl of Manston, um ihre Hand anhält; natürlich nur, weil der Earl, Georgies Patenonkel, das von ihm verlangt. Auch wenn Georgie Nicholas wirklich schätzt, sie kann gar nicht anders, als Nein zu sagen. Doch schon die nächste Nacht bringt ihren Entschluss gehörig ins Wanken ...Mir war mal wieder nach etwas richtig schön Leichtem und da die Rokesbye-Reihe in diese Kategorie definitiv fällt, fiel mir die Wahl nicht schwer.Ich war auf jeden Fall mal wieder beeindruckt davon, wie Julia Quinn es schafft, auch nach unzähligen ähnlichen Büchern in diesem Universum, sich immer wieder neue Versionen einfallen zu lassen, wie und auf welche Weise sich ihre Paare begegnen und verlieben.Dafür alleine, gebührt ihr schon ein Lob!Ansonsten hat das Buch genau das geliefert, was ich mir erhofft hatte: absolut leichte (und seichte) Unterhaltung.Der Humor und vor allem die Wortgefechte zwischen den einzelnen Figuren konnten mich amüsieren und auch die einzelnen Figuren an sich, konnten mich von sich überzeugen.Hier haben mich sogar ganz besonders zwei Nebenfiguren, nämlich die jeweiligen Butler der beiden Häuser begeistern können mit ihrem wunderbar unterschwelligem Witz.Die Handlung an sich verlief größtenteils erwartbar und plätscherte vor allem ab der Hälfte des Buches stark vor sich hin, aber da mir gerade nach dieser Art von Buch war, empfand ich das noch nicht mal als sonderlich schlimm, sondern recht entspannend. Obwohl ich zugeben muss, dass es mir zwischendurch dann doch schon manchmal fast etwas zu harmonisch verlief.Ich brauche (und wollte auch hier) zwar nicht das große Drama, aber zum Ende hin empfand ich es fast schon als ein wenig langweilig, weil es dermaßen beständig vor sich hinplätschern durfte.Aber immerhin war es dadurch auch wirklich perfekt für Zwischendurch.Übrigens: An verschiedensten Stellen im Buch wird immer mal wieder ein wenig Kritik am Patriarchat geübt, was ich ebenfalls für diese Art von Roman sehr erfrischend fand. Auch, wenn diese Kritik natürlich zu keinen Veränderungen innerhalb der Gesellschaft dieser Welt oder Ähnlichem geführt hat, war es doch einfach schön zu sehen, dass diese Punkte überhaupt angesprochen worden sind. Fazit: Der vierte Teil der Rokesbye-Reihe hat zuverlässig eine leichte und lockere Liebesgeschichte geliefert. Zwischendurch hat es zwar arg geplätschert, da ich aber in der Stimmung für etwas dermaßen Leichtes war, hat es mich nicht extrem gestört, weswegen ich auch bereit bin meine 3,5 Sterne aufzurunden.