Zufälliger Leichenfund ruft die bekannte Ermittlerin auf den Plan.
Eine zerstückelte Leiche auf einem alten Fabrikgelände sorgt für viel Arbeit im Kommissariat, denn es gibt so gar keine Erfolge in der Verfolgung der Spuren, was Mara Bilinsky sehr nervt. Ihre Umgebung bleibt wie immer nicht davon verschont. Durch die Kürze des Buches gibt es kein Drumherum, sondern der Fokus liegt fast ausschließlich auf dem Fall. Handelt es sich um eine Einzeltat oder haben sie es mit einem Serientäter zu tun? Die Anzahl der Spuren ist nicht wirklich gering, aber alle verlaufen im Sande. Trotzdem ist die Spannung hoch, ebenso das Erzähltempo.Die Geschichte ist auf die Protagonistin zugeschnitten, was auch den Reiz ausmacht. Mit ihrem untypischen Aussehen und Verhalten erfüllt sie kein Klischee, sondern ist eine Persönlichkeit. Sie gefällt mir ausgesprochen gut und ich mag ihre unorthodoxen Methoden. Sie lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen, trotz eventueller Widrigkeiten. Der Spannungsbogen mündet in einem Finale, das einen unerwarteten Täter liefert. Wer Kurzgeschichten mit wenig Umwegen mag, sollte diesen Thriller unbedingt lesen.