Ein anspruchsvoller Roman für die Spooky Season
¿¿¿¿¿ ¿ö¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿ ¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿, ¿¿ ¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿?¿¿¿¿¿ ¿ü¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿?¿¿¿¿¿ ¿ü¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿?Happy Halloween everyone! Nachdem ich absolut begeistert von Stewart O'Nans einzigen Sachbuch "Der Zirkusbrand" war, wollte ich auch unbedingt einen seiner Romane probieren. ¿¿¿¿¿¿¿¿¿ hat dabei besonders meine Aufmerksamkeit geweckt.Die Geschichte folgt einer Vielzahl von Personen. Wir begleiten an Halloween die Geister von drei toten Teenagern, die ein Jahr zuvor bei einem Autounfall starben. Zwei Freunde überlebten den Crash. Tim, völlig unverletzt, aber innerlich gebrochen und Kyle, entstellt und geistig zurückgefallen. Wir lernen auch den Polizisten Brooks kennen, welcher den Fall damals untersuchte, der ihn nie losließ und der seither von Schuldgefühlen geplagt wird. Und Kyle's Mutter, welche froh ist, dass ihr Sohn noch lebt und gleichzeitig denkt, er wäre besser mit seinen Freunden gestorben. Ein Gedanke, der auch Tim umtreibt und der sich für den Jahrestag einen besonderen Plan zurechtgelegt hat.Ich hatte keinen sensationsgeladenen Pageturner erwartet, das sollte man auch nicht. Aber ich habe dennoch schwer in den Roman hineingefunden. Oft wusste ich nicht, aus wessen Perspektive wir gerade lesen, man musste sich immer wieder neu sortieren. Es gibt viel Text und wenig Dialoge. Deswegen ist man auch nicht so schnell fertig, wie man es von einem Buch mit nicht mal 300 Seiten erwartet.Ich mag das Setting amerikanischer Kleinstädte, gefangen zwischen Tradition und Melancholie. Und dieser Halloween Tag wird hier auch in all seiner deprimierenden Herrlichkeit perfekt eingefangen. Es ist nicht für alle ein spaßiger Tag, nicht für die Lebenden und auch nicht für die Toten.Auch wenn ich die Emotionen der Charaktere gut nachvollziehen konnte, blieben sie mir doch unzugänglich. Mir fehlte da ein wenig der Hintergrund und ich hätte gerne mehr über die Clique erfahren. Wie sie zusammengekommen sind, seit wann sie sich kannten usw. Nur Kyle's Mutter konnte mich emotional wirklich erreichen.Was der Roman aber gut kann, ist das Gefühlsleben Hinterbliebener, Überlebender einzufangen. Die Trauer, die Gleichgültigkeit, die Zerrissenheit. Dabei bleibt es auch nicht unspannend. Warum fühlt sich Brooks schuldig? Wird Tim seinen Plan durchziehen? Findet der echte Kyle zurück?Das Ende ist (wie) ein Autounfall. Schnell, schockierend und endgültig. Ich mag auch solche Enden, aber hier habe ich mich gefragt worauf wir die ganze Zeit hingearbeitet haben. Dafür? Ich bin sehr ratlos zurückgeblieben und habe nicht ganz verstanden, was mit der Autor damit sagen wollte.Ich wollte dieses Buch so sehr mögen und es ist auch ein qualitativ guter, tiefgründiger Roman, aber er ist weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Traurige 3 Sterne von mir.