Nils Trojan steht vor einer neuen Mordserie. Die Opfer werden mit Bauschaum getötet, ein grausamer Tod des Erstickens. Schnell wird ihm klar, dass die Mordserie mit einem zurückliegenden Verbrechen in Verbindung steht, dessen Opfer noch lebt. Kann er den Täter stoppen, ehe dieser sich erneut seinem alten Opfer nähert?
Also, Teil 2 dieser Thriller-Reihe. Ich muss sagen, dieser Roman gefiel mir besser als der erste, wenn er auch weiterhin die gleichen Schwächen aufweist. Zumindest fiel es mir um einiges leichter, mich in Trojan einzufühlen dieses Mal, einmal ganz davon abgesehen, dass ich privat immer wieder Amigurumis häkle.
Dass die Morde verbunden sind mit diesem alten Fall (so alt denn doch nicht, nur ein Jahr alt) wird schnell klar. Dennoch scheint etwas nicht zu stimmen, denn der damalige Täter ist tot. Wie also kann das sein? Dieses Geheimnis blieb lange unklar, wenn es auch immer wieder hervorschimmerte. Als die Aufklärung dann kam, war ich allerdings doch überrascht.
Wie weit sich der menschliche Geist verbiegen kann, ehe er bricht, ist eine Frage, die sich Menschen seit der Antike stellen. In diesem Fall brachen zumindest zwei Seelen, und das war bitter. Allerdings war ich auch etwas überrascht, denn der Täter schien zunächst ein normales Leben geführt zu haben zumindest bis zu einem bestimmten Punkt. Was danach geschah und wie es sich auf seinen Geist auswirkte, war interessant zu lesen.
Trojans Veranlagung ist allerdings offensichtlich gleich geblieben. Gut, dieses Mal werden weniger Türen eingetreten oder Menschen mit Waffen bedroht, insofern hat er dazu gelernt. Aber er rennt immer noch mit dem Kopf durch die Wand, statt auf das Team zu warten. Und dieses Mal könnte es ihn sein Leben kosten. Ehrlich gesagt, werden diese Alleingänge schon in Buch 2 der Reihe ermüdend. Wollen wir hoffen, dass sie sich nicht zu lange fortsetzen, sonst wird sein Überleben irgendwann etwas unglaubhaft.
Noch immer ein eher mittelmäßiger Thriller, dieses Mal allerdings mit interessanten Einsichten in die Psyche von Menschen. Besser als der erste Roman, doch es gibt noch sehr viel Luft nach oben.