Inhaltsangabe: "2023. Die 85-jährige Inge Sundermann folgt widerwillig einer Einladung zum Klassentreffen in die Lüneburger Heide. Mit dem Ort ihrer Kindheit verbindet sich eine furchtbare Schuld, die sie einst im Kindesalter auf sich geladen und tief in sich vergraben hat. Doch die Vergangenheit holt Inge nun ein in Gestalt der Tagebuchaufzeichnungen von Helga von Borcke, einer Frau, die bereits 1946 begonnen hat, die Chronik dieser idyllischen Landschaft im Schatten von Bergen-Belsen niederzuschreiben.1946. Die 8-jährige Inge findet auf dem Weg zum Geigenunterricht im Wald die Leiche einer jungen Frau. Ein tragischer Prozess um Lügen, Vertuschung und menschenverachtende Verbrechen nimmt seinen Lauf, der Inge viele Jahrzehnte später noch einmal mit voller Wucht heimsucht.Die idyllische Lüneburger Heide wird zum Schauplatz für Kriegsverbrechen, deren Täter noch Jahrzehnte später unentdeckt in ihren Familien leben. Auf zwei Zeitebenen erzählt der neue Roman von Anja Jonuleit von den entsetzlichen Ereignissen in der Lüneburger Heide und deren Vertuschung, von alten Nazi-Seilschaften - und von zwei Frauen, die nicht bereit sind, die Vergangenheit ruhen zu lassen. Ein aufrüttelnder, tief unter die Haut gehender Roman, genährt von der Wirklichkeit."Dieses Hörbuch habe ich als Download gelauscht, es hat eine Laufzeit von 10 Stunden, 47 Minuten und wird von Ruth Reinecke, Tessa Mittelstaedt sowie Monika Oschek sehr gut eingelesen. Leider hatte ich das Problem, dass 2 Stimmen sehr ähnlich klangen und ich dann etwas verwirrt war und nicht wusste in welcher Zeitebene ich mich gerade befindet bzw. von welcher Person aus gerade erzählt wurde. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass das Buch zu lesen da die bessere Variante ist, weil auf den Seiten evtl. Jahreszeit bzw. Protagonstin steht, um wen es da geht. Mit der Zeit habe ich mich dann in das Hörbuch eingefunden, allerdings vermute ich, dass ich bis dahin nicht alles verstanden habe und einiges durcheinander gebracht habe.Die Autorin Anja Jonuleit hat wieder akribisch recherchiert, wie man es von ihr gewohnt ist und tatsächlich ist am Ende des Hörbuches eine Erklärung, dass es diese Personen tatsächlich gegeben hat, auch wenn die Schriftstellerin die Namen verändert hat und das ein oder andere dazu gedichtet hat in dem Roman. Das fand ich doch alles sehr interessant. Zudem geht es hier um Euthanasie und es wurden Menschen aus dem Weg geräumt, die des Lebens nicht würdig waren, wie es leider unter der Herrschaft der Nazis damals gang und gäbe war, allerdings von Menschen durchgeführt wurde in diesem Roman von denen man es NIE erwartet hätte. Das war für mich dann doch sehr überraschend. Fazit: Dieses Hörbuch hat mich viel Konzentration gekostet, es war aber dann auch sehr spannend wie alles zusammenhängt. Wie ich es von der Autorin Anja Jonuleit gewohnt bin hat sie alles wieder sehr genau recherchiert. Allerdings glaube ich persönlich, dass mir der Roman in Buchform vermutlich noch besser gefallen hätte, weil ich mit den ähnlich klingenden Vorlesern im Hörbuch anfangs etwas durcheinander kam. Trotz allem kann ich diese Geschichte empfehlen, vor allem für alle Leser*innen, die sich für historische Ereignisse im 2. Weltkrieg und danach interessieren.