Ich fand den Titel und den Klappentext des Buches gut, leider hält das Buch nicht, was der Klappentext verspricht. Die erste Begegnung der Protagonisten ist ein Fremdschämmoment, der aber auch unterhaltsam ist, wenn man sich darauf einlässt. Für mich wird hier deutlich, dass Ben nicht so ist, wie alle denken. Zumindest nicht, wenn ihn ein Mensch interessiert.
Dies ist für mich zwar angelegt, wird aber nicht sehr deutlich im Laufe des Buches herausgearbeitet. Insgesamt hätte man hier durch mehr Kommunikation zwischen Ben und Marianne oder sogar durch wenige Kapitel aus der Sicht von Ben, den Charakter mehr darstellen können und so mehr Tiefe verleihen können. Angelegt ist es, aber nicht herausgearbeitet.
Mit Marianne werde ich irgendwie nicht warm, weil ich ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen kann. Insbesondere nicht, warum sie sich immer wieder auf Ben einlässt, wenn sie dies eigentlich nicht will. Der innere Streit, der hier anscheinend vorausgesetzt wird, wird nicht dargelegt.
Zwischendurch war das Buch sehr langweilig und ausgedehnt, dann wieder humorvoll und unterhaltsam. Dennoch war ich froh, als es zu Ende.
An die Stimme musste ich mich erst gewöhnen. Sie verleiht Marianne eine ganz eigene Note, die ich sicher beim normalen Lesen nicht herausgelesen hätte.