Obwohl es der zweite Teil der Maple Falls Reihe ist, kann man ihn sehr gut unabhängig vom ersten Teil lesen. Insbesondere mit Blick darauf, dass nur sehr wenig Bezug zum ersten Teil vorhanden ist. Ich hatte erwartet, dass im zweiten Teil noch etwas mehr über das Inn und Madison und Zach zu erfahren, doch die Hauptpersonen aus dem ersten Teil spielen nur eine Nebenrolle und werden nur am Rande erwähnt.
In diesem Teil dreht sich in Maple Falls alles um Weihnachten und der Schreibstil ist so bildhaft, dass man sich die vielen schönen Weihnachtsdekorationen sehr gut vorstellen kann. Wer Weihnachten liebt, wird hier auf jeden Fall viel finden, was ihm Freude bereitet. Die Traditionen sind ebenfalls sehr schön und wieder zeigt sich, wie Maple Falls zusammenhält. Insbesondere, als es darum geht, den Weihnachtsgringe zu finden, der die Weihnachtsdekorationen zerstört.
Hier kommt dann neben der zu erwartenden Liebesgeschichte noch eine spannende Ermittlung hinzu, deren Ende sehr überraschend war. Dennoch ist die Geschichte hin und wieder etwas langatmig.
Da die Geschichte aus beiden Sichtweisen geschrieben ist, kann man sich sehr gut in beide Hauptprotagonisten hineinversetzen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Hin und wieder möchte man aber beide Protagonisten schütteln und sagen: Mach jetzt einfach mal. Doch genau das ist es, was derartige Geschichten ausmacht, die Protagonisten nehmen den Leser mit in ihre Gedankenwelt und ihr Leben und nicht in das des Lesers.
Auch, wenn mir der Bezug zum ersten Teil fehlt, ist es eine schöne Kleinstadtromanze mit viel Weihnachtsfeeling.