Saras Leben ist traditionell. Nicht nur die Fähre, die sie betreibt ist irgendwie aus der Zeit gefallen, auch ihr Leben in ihrem Haus ist anders, als das der meisten. Ihr kleines Universum wird jäh erschüttert, nicht nur durch Pläne im Ort, sondern auch durch einen Fremden, der ihr quasi eines Tages vor die Füße gespült wird. Alte Zöpfe abschneiden oder an Bewährtem festhalten?
Ich fand Saras Geschichte spannend, sowohl Rückblicke als auch das aktuelle Geschehen. Irgendwie fühlt man sich an eigene Erfahrungen erinnert, wenn man mit Umbruch konfrontiert ist. Dass das Leben nie stehenbleibt, erklärt sich von selbst, wenn man sich allein die Veränderungen, z.B. technisch, der letzten 30 Jahre ansieht. Oftmals sollte man sich aber auch kritisch damit auseinandersetzen, denn manche Werte bleiben schnell auf der Strecke.
Leon bringt eine interessante Perspektive in die Geschichte, die ebenso dazu einlädt, seine eigenen Gedanken schweifen zu lassen.
Mir hätte eine umfassendere Auflösung wohl besser gefallen, denn erfahrungsgemäß fällt das nicht jedem gleich leicht, so dass eine Hand zur richtigen Zeit Wunder bewirken kann, auch über den Buchrücken hinaus. :)
Dennoch eine bewegende Story, mit ungewöhnlicher Freundschaft und Gedankenexperimenten.