Wenn auch mit gemischten Gefühlen, so bricht Mina dennoch auf, denn für die junge Malerin soll endlich der größte und verzweifeltste Traum in Erfüllung gehen - ein Stipendium! Künstler einer kleinen, weit von jeglicher Zivilisation abgelegenen Künstlerkolonie haben ihr Potential erkannt und möchten ihr Talent fördern. Doch die Atmosphäre in Crows Cry entpuppt sich schnell als beklemmend und düster, mysteriöse Vorfälle ereignen sich und Mina wird das Gefühl nicht los, dass von den übrigen Künstlern eine Gefahr für sie ausgeht.
So weit, so gut und spannend! Bis dahin lies sich für mich auch nicht unbedingt erahnen, dass die Autoren Greg F. Gifune und Sandy DeLuca es bei Das Mädchen mit den leeren Augen nicht auf einen typischen Thriller hinauslaufen lassen, sondern das Ganze eher in die Horror-Ecke katapultieren wollten. Obwohl ich die Beschreibung und auch das Kunst- Thema großartig fand, habe mich dann doch recht schwer damit getan in die Geschichte hineinzufinden. Wäre die Sprecherin (ich habe das Hörbuch gehört!) nicht so überzeugend gewesen, hätte ich vermutlich nach dem ersten Viertel sogar aufgegeben. Wobei es weniger am Schreibstil, als vielmehr an der zunächst sehr verworrenen Handlung lag und den mir nicht sehr sympathischen Charakteren. Erst zum Schluss hin konnte ich mich mit der Story vollends anfreunden und nahm die Geschichte meiner Meinung nach Fahrt auf, sodass sie mir dann doch noch gefallen hat.
Fazit: Das Hörbuch ist gut gemacht und hat mich definitiv bei der Stange gehalten. Die Story insgesamt, insbesondere der Spannungsaufbau, hingegen waren jetzt nicht ganz so meins, da hatte ich irgendwie mehr bzw. anderes erwartet. Kann man auf jeden Fall hören/lesen, ist aber auch kein unüberwindbarer Verlust, wenn nicht.