Eine allgäuer Influencerin wird tot im Eistobel gefunden. Zunächst sieht es nach einem Unfall aus, aber dann erhärtet sich der Verdacht auf Mord. Während Klufti mit seinem Team in die Influencer-Szene eintaucht, muss er sich gleichzeitig um sein neues politisches Amt in der Gemeinde kümmern und lernt neue japanische Gepflogenheiten kennen.
Einen Krimi kann man die Kluftinger-Bücher langsam nicht mehr nennen. Mehr als die Hälfte des Buches geht es um alles andere, bloß nicht um Ermittlungsarbeit und die Aufklärung eines Mordes. Klufti ist jetzt in der Lokalpolitik tätig und es macht den Anschein, als hätten die Autoren diesen Handlungsstrang nur eingebaut, um ihre eigenen Ansichten und politischen Einstellungen zu jedem möglichen Thema abgeben zu können.
Klufti streitet sich wieder mit Langhammer (obwohl es sich in diesem Teil in Grenzen hält), scheitert an der englischen Sprache und der japanischen Kultur. Diese ganzen Szenen kann man teilweise nur noch mit Klamauk beschreiben. Dazu kommt Vegan-Bashing, versteckter Alltagsrassismus und ich weiß wirklich nicht, woher der Hass auf Kürbis plötzlich kommt.
Der Fall hatte durchaus Potential. Ein Mord in der Influencer-Szene mit vielen möglichen Tätern. Es wurde hier zwar auch viel mit Klischees gearbeitet, aber zumindest wurde es mal interessant. Am Ende rückt der Mord aber einfach in den Hintergrund und hin und wieder wird man daran erinnert, dass es sich eigentlich um einen Krimi handelt.
Die Auflösung am Ende fand ich dann auch sehr schwach. Ein größerer Twist, der der Lösung vorangeht, fand ich schon früh ziemlich offensichtlich und ich habe mich da bereits gefragt, warum das Ermittlerteam diese Möglichkeit nicht früher in Betracht gezogen hat.
Es ist leider nicht mehr der Klufti von den Anfängen der Reihe. Es fehlt mittlerweile der Charme und außerhalb der Ermittlungen ähnelt sich die Handlung immer mehr.
Mit dem Hörbuch kommt man definitiv besser durch die Geschichte. Das machen die Autoren zusammen mit dem Sprecher nämlich wirklich gut. Die verschiedenen Stimmen für die Charaktere lassen es fast wie ein Hörspiel wirken, was mir sehr gut gefallen hat. Insgesamt kann ich dennoch nur 2,5 Sterne geben.