Wie ein Fluss in der Nacht ist bereits der dritte Band aus der West-Irland-Serie von der Autorin Tana French.
Wir begleiten den Ex-Cop Cal Hoope durch neue Ermittlungen. Die junge Frau Rachel Holohan verschwindet und es gibt einige Verbindungen zu Bewohner aus dem irischen Dorf Ardnakelty, indem die Handlung spielt. Schnell wird klar, dass Rachel unbequem für einige werden konnte, und dieses Verbrechen spaltet die Dorfgemeinschaft. Warum musste sie sterben und warum wird überhaupt nicht richtig in alle Richtungen ermittelt?
Die Autorin hat eine sehr spannende Erzählweise und im Gegensatz zu einem Krimi ist dies eine sehr leise Geschichte, die immer wieder sehr laut nachhallt. So erfahren wir immer wieder von menschlichen Abgründen in diesem Dorf und wie Klatsch und Tratsch das Leben einzelner immer schwieriger machen. Zwischen Traditionen scheint die Moderne fehl am Platz und Cals eigenen Familie gerät mach und nach in die Schusslinie.
Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn die Handlung nicht sehr temporeich war, waren es die vielen kleinen Gespräche und atmosphärischen Beschreibungen, die dieses Buch außergewöhnlich machen. Neben dem Fall gibt es auch schöne Erklärungen über Irland und eigentlich ist der Zusammenhalt der Gemeinschaft positiv, wenn nicht Kleinigkeiten diese auch entzweien können.
Ich kannte die Bände zuvor nicht und wusste auch nicht, dass dieses Buch eine Fortsetzung einer Reihe ist. Dennoch habe ich mich gut in der Handlung zurechtfinden können.
Das Buch hat 560 Seiten und das Hörbuch eine Spieldauer von 13 Stunden und 47 Minuten. Der Sprecher Wolfgang Wagner konnte mit seiner ruhigen und angenehmen Stimme auch die Emotionen wirklich gut vermitteln, sodass man immer tiefer in die Handlung abtauchen konnte.
Wie ein Fluss in der Nacht ist ein Buch, welches mir sehr gut gefallen hat und ich nur weiterempfehlen kann.