Bei diesem Roman, der der erste Teil einer Dilogie ist, ist das Cover genretypisch eher abstrakt gestaltet, die Farbauswahl hat mich aber angesprochen.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen Olive und Drew, beide Anfang 20. Olive hat gerade ihre Mutter durch einen Verkehrsunfall verloren und beschließt, zur Trauerbewältigung nach Nashville zu ziehen, wo auch ihre Mutter in ihrem Alter gelebt hat. Die Wohnungssuche gestaltet sich aber sehr schwierig und so ist es fast wie ein 6er im Lotto, als sie doch noch die perfekte Mädels-WG findet. Allerdings sind ihre neuen Mitbewohnerinnen mit der Jungs-WG im gleichen Haus verfeindet und Olive ausgerechnet einen von ihnen, Drew, kurz zuvor in einer Bar kennengelernt und einen Abend mit ihm verbracht, den sie nicht vergessen kann. Drew ist gerade von seiner Ex Freundin mit seinem Chef betrogen worden und hat seinen Job als Musikproduzent verloren, während Olive ihre Gefühle verarbeitet, indem sie Songtexte schreibt, sie würden sich eigentlich perfekt ergänzen, wäre da nicht die Abstandsregel ihrer Mitbewohnerinnen, die auch schnell zu Freundinnen für Olive werden.
Gut hat mir an dem Roman gefallen, dass man auch recht viel von Nashville und den Spuren der Countrymusik, die sich dort überall finden lassen, kennenlernt. Olive ist mir sehr sympathisch, wie sie mit anderen Menschen und auch mit ihrer Trauer umgeht. Was Drew angeht, bleibt dieser etwas schwächer, so erfährt man zum Beispiel kaum etwas über seinen Beruf und wie es nach dem Jobverlust für ihn weitergehen soll. Sein Verhalten kurz vor dem Ende dieses ersten Teils, passt auch nicht so recht zu dem, wie man ihn ansonsten kennenlernt. Gut fand ich, dass kein Schwerpunkt auf besonders viel Spice lag, wie es in vielen Büchern den Genres immer mehr zunimmt. Ich habe die Hörbuch-Variante gehört und die weibliche Sprecherin passte für mich gut zur Protagonistin, der männliche Sprecher las für meinen Geschmack einen Tick zu pathetisch und melodramatisch. Aber, man konnte der Handlung gut folgen.