Tess arbeitet als Investmentbankerin in Manchester, durchwegs erfolgreich, wurde sie doch gerade erst befördert. Doch es läuft nicht alles glatt bei einer Untersuchung eigentlich Routine- taucht eine Wucherung auf, dass ihre Ärztin gerne schnell entfernen möchten. Tess sieht sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, starb doch ihre Mutter an Krebs und Tess hat sich um sie gekümmert. Rasch folgt auch ein beruflicher Rückschlag und Tess wird beurlaubt. Um all dem Chaos zu entfliehen, beschließt sie der Stadt und dem Alltag zu entfliehen und macht sich auf, ein Abschnitt des Pennine Way zu wandern. Doch fehlende Erfahrung, schlechtes Wetter und Blasen an den Füßen trüben das Wandervergnügen. Als sie einer verletzten Mitwanderin helfen möchte, und die Bergrettung alarmiert, trifft sie auf den attraktiven Retter Gregg. Spontan trifft sie die Entscheidung doch mehr Zeit in dieser Gegend zu verbringen und kommt bei Greggs Nachbarin Fran in einem ehemaligen Feriencottage unter. Rasch lernt sie die neue Umgebung aus Natur, Yaks, Hunden und Alpakas kennen und schätzen.
Ein Buch über Neuanfänge, Chancen und die Überwindung von Traumata aus der Vergangenheit. Tess stellt auf Grund von beruflichen und privaten Rückschlägen ihr bisheriges Leben in Frage, dass von außen betrachtet doch sehr erfolgreich war. Sie erkennt, dass da wenig außer Arbeit ist und auch dass sie die Trauer um ihre Mutter mit Arbeit verdrängt hat. So manche Entscheidungen im Roman scheinen überstürzt, allerdings aus der Situation heraus für mich verständlich und authentisch. Tessas Motive wurden immer gut transportier, und es scheint als bringt die neue Umgebung manche Wesenszüge verstärkter zum Vorschein. Auch ich wäre von den neuen Personen in diesem kleinen Ort verzaubert.
Auch die Sprecherin des Hörbuches fand ich gut und passend zur quirligen Tessa gewählt.
Generell ein schöner Feel-Good-Roman mit Happy End und neuen Herausforderungen in mehrfacher Hinsicht.