Harry und Kat haben eigentlich andere Pläne für ihre Zeit am Mittelmeer, doch wenn die liebe Verwandtschaft nach Hilfe fragt, kann man das wohl nicht ablehnen oder?
Und irgendwie will man das doch gar nicht, wenn man ganz in seinem Metier ist und böse Buben jagen kann.
Ich kannte die Reihe bisher nicht und hatte mich dementsprechend gefragt, ob es eine Herausforderung wird, mit Folge 8 einzusteigen.
Natürlich merkt man, dass der Inhalt nicht passend für jemanden gefertigt ist, der neu im Thema ist. Allerdings ist die Geschichte auch soweit verständlich, dass man den Austausch der Protagonisten gut nachvollziehen und die ein oder andere Randnotiz zu seinen Ermittlungsergebnissen hinzufügen kann.
Für die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist das Verhältnis von Harry und Kat auch erstaunlich auf Augenhöhe umgesetzt, so dass man diese negative Seite der damaligen Zeit hier nicht als Herausforderung hat.
Die Story hat eine durchaus charmante Note, die vermutlich auch den britischen und französischen Einflüssen geschuldet ist.
Der Fall bietet einiges an Geheimnissen, steht im Zentrum, ohne dass er zu aufdringlich ist und wird hier als Cosy Crime passend umgesetzt.
Die Reihe Mydworth scheint mir durchaus das Potenzial zu haben, vielfältige Rätsel für Erwachsene in stilvollem Ambiente anzubieten.
Von Vorteil wäre sicherlich, Band 1 als Start zu nehmen, sonst ärgert man sich eventuell noch.
Ob nun als Einzelfolge oder Reihe, die Geschichte war unterhaltsam, angenehm und teilweise auch durchaus überraschend.
Für Fans von historischem Cosy Crime sicher eine gute Option.