
Der Lanzelet des Ulrich von Zatzikhoven ist ein rä tselhaftes Stü ck Artusliteratur. Entstanden wohl bald nach 1194, ist er nach dem Erec Hartmanns von Aue der zweite deutsche Artusroman. Seine verlorene altfranzö sische Vorlage jedoch kö nnte Exponent einer vor oder neben Chré tiens Romanen existierenden, kaum greifbaren Artustradition gewesen sein. Das macht den Lanzelet zu einem Schlü sseltext, was die Frü hgeschichte des hochmittelalterlichen Artusromans angeht. Doch auch in seiner faszinierenden, manchmal auch irritierenden, oft geradezu lakonischen poetischen und narrativen Faktur ist der lange unterschä tzte Text inzwischen zu einem zentralen Gegenstand der Artusforschung, auch im akademischen Unterricht, avanciert. Die Studienausgabe prä sentiert den Text und die Ü bersetzung der ‚ groß en‘ Neuausgabe. Begleitet wird sie von einer Einfü hrung zum Text, einem auf sachkundliche Hinweise und auf das Aufzeigen von Interpretationsproblemen reduzierten Stellenkommentar, einem Namenregister und einer Auswahlbibliographie. Die Ausgabe wendet sich primä r an Studierende und Lehrende der germanistischen Mediä vistik, jedoch auch diverser Nachbardisziplinen (Romanistik, Keltologie), und schließ lich generell an Freunde der arthurischen Literatur.
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