
Wie wirken Hermann Nitschs mehrtägige Performances im auditiven Kontext? David Rimsky-Korsakow begreift Klang nicht als Begleiterscheinung, sondern als konstitutives Element, und legt dar, wie Musik, Lärm, Schreie und Gesang eine Übersteuerung prägen, die dialektal neben der Stille nach dem Aktionsgeschehen steht. Dabei zeigt er, wie beide Ebenen eine akustische Dramaturgie formen, die Wahnehmung, Körper und Affekt unmittelbar adressieren. Ein Feldbericht über die Arbeit im musikalischen Leitungsteam während der Durchführung der zweiten Auflage des »6-Tage-Spiels« des »Orgien Mysterien Theaters« ergänzt die Analyse und bildet ein analytisch-gelebtes Instrumentarium für ephemere Phänomene des Hörens und des Körperlichen.
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