"Wiedersehen im Kamelienhaus" ist nach "Das Kamelienhaus" der zweite Band der Kamelienhaus-Saga der im Schwarzwald lebenden Autorin und ehemaligen Operndramaturgin Tabea Bach. Das Buch lässt sich ohne Vorwissen aus dem vorherigem Band lesen, aber um die Entwicklung der Charaktere nachvollziehen zu können, ist es schon sinnvoll sie in der richtigen Reihenfolge zu lesen.Lucy Riwall ist eine kluge aber auch warmherzige Geschäftsfrau, die sich für ihre Werte einsetzt und ihren Prinzipien folgt. Sie hat die Leitung der tsubaki-Kooperative - die das beste Kamelienöl der Welt produziert - übernommen und sich damit einen Traum erfüllt, der gleichzeitig eine große Herausforderung bedeutet. Aber es gibt nicht nur berufliche Herausforderungen für Lucy, auch privat, in der Familie und im Liebesleben, läuft nicht alles glatt.Der Schreibstil von Tabea Bach liest sich angenehm leicht, flüssig und lebendig. Sie versteht es ihre Charaktere sowie die Schauplätze lebendig werden zu lassen. Dabei beschreibt sie das Setting in der Bretagne und in Japan so bildhaft, dass ich die Umgebung direkt vor Augen hatte.Lucy ist eine tolle Protagonistin, die es keineswegs immer leicht hat, sondern immer wieder vor schwierige Entscheidungen gestellt wird. Neben ihr gibt es zahlreiche weitere Charaktere, die keineswegs alle sympathisch sind. Die Konflikte zwischen ihnen sind spürbar.In den Buchinnencovern gibt es eine Personenübersicht, die mir das Lesen deutlich erleichtert hat, da ich es gerade bei den japanischen Namen oft schwierig finde den Überblick zu behalten. Ebenso hilfreich fand ich das Glossar mit den französischen und japanischen Worten, die für eine tolle Atmosphäre gesorgt und das entsprechende Flair verbreitet haben. Insgesamt ist es eine fesselnde und spannende Geschichte mit Wohlfühlfaktor vor den Kulissen der Bretagne und Japans. Ich freue mich schon sehr auf ein Wiedersehen mit Lucy und auch den anderen Charakteren im nächsten Band.