Spannendes Konzept, bei dem nur einiges zu oft wieder und wieder wiederholt wurde.
Kara beschließt nach ihrer Scheidung, zurück in ihren Heimatort zu ziehen und ihrem Onkel in dem Museum zu helfen, in dem sie viel Zeit in ihrer Kindheit verbracht hat. Auf einem ihrer Streifzüge durch das Museum findet sie dann ein seltsames Loch. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn Simon geht sie hindurch und findet eine Welt, die sie nicht mehr loslassen will...Am Anfang hat mich die Geschichte wirklich gefesselt - vor allem die Beschreibungen der ganzen Ausstellungsstücke und die ulkigen Geschichten von Kara's Onkel. Und auch die Anfangsphase in der Parallelwelt, die hinter dem Loch in der Wand war, war spannend und man wusste nicht, was einen erwartet. Leider war es zwischendurch sehr repetitiv. Die Protagonisten wiederholten ständig ihre Theorien mit den exakt selben Formulierungen, die ich schon 3- und noch öfter gelesen habe. Außerdem wurde nach jeder spannenden Szene nochmal über das ganze Geschehene geredet. Das ist sicher irgendwo realistisch, aus der Lesenden-Sicht aber sehr langweilig, da ich es ja selber schon gelesen hatte.Dafür war das Ende wieder sehr nach meinem Geschmack (Achtung, kleine Spoiler ahead, wer das Buch noch nicht gelesen hat). Ich war recht überrascht, als Kara und Simon der Welt wieder entkamen, mit 150 Seiten, die ich noch zu lesen hatte. Das Ende, in der die Kreaturen in unsere eigene Welt eindrang, war ein toller Plottwist und hat auch meine Lieblingselemente aus dem Museum noch einmal super integriert.Die Charaktere fand ich herrlich witzig und musste zwischendurch wirklich laut lachen, da vor allem Karas Dialoge meinen Humor voll treffen. Ihr Onkel und sein Freund, der später noch eine Rolle spielt, waren sehr liebenswert, generell hatte jeder Charakter eine gute Portion an Eigenheiten, die mir sehr zugesagt haben. Die Dynamik zwischen Kara und Simon war herrlich und ich fand es gut, einmal keine romantische, sondern freundschaftliche Dynamik gepaart mit vielen Stress-Situationen zu sehen.Insgesamt hat es mir schon gut gefallen, nur leider werde ich nur 3 Sterne vergeben, da mir das Gefühl, dass ich alles doppelt und dreifach vorgekaut bekomme, doch ein paar Mal zu oft passierte. Aber dafür, dass ich eigentlich Geschichten, die eher Richtung Horror tendieren, gar nicht mag, kann ich es dennoch weiterempfehlen.