Cover & Klappentext
Die Cover der Reihe sind geradezu minimalistisch dargestellt worden, was ich persönlich sehr ungewöhnlich finde. Vielleicht ist das der Grund, warum sie ins Auge fallen. Allerdings überzeugen sie mich nicht hundertprozentig.
Der Klappentext war für mich weniger relevant, da ich erst vor Kurzem den ersten Band gelesen habe und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Unabhängig davon vermag er aber zu fesseln, gerade für all jene, die noch unschlüssig sind.
Meinung
Paige hat nicht nur ihren Vater verloren, sondern auch ihren Club, während Lavaughn im Bayou um sein Leben kämpft, weil er mit dem Feind gemeinsame Sache gemacht hat. Und als wäre das noch nicht genug, versucht eine unbekannte Bedrohung alle Übernatürlichen auszulöschen.
Aus der Sicht von Paige und Lavaughn wird man durch das Geschehen geführt. Da Band eins für mich noch nicht lange zurücklag, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, in die Fortsetzung zu finden. Obwohl ich eine geraume Zeit das Gefühl hatte, am Ende der Geschichte zu sein, weil die unmittelbaren Probleme schnell aufgearbeitet wurden. Bis sich eine neue Bedrohung zu erkennen gibt, die es nicht nur auf die Vampire im Bayou abgesehen hat, sondern auf alle Übernatürlichen.
Hierfür wäre es vielleicht nützlich, die anderen Dilogien der Autorin zu kennen, wie zum Beispiel Clans of London, wegen des grundlegenden Verständnisses. Aber man kommt auch ohne aus. Ich für meinen Teil wurde eher neugierig auf die anderen Bände gemacht.
Der Schreibstil passt zum Plot. Es ist eine Mischung aus Umgangssprache und schönen Formulierungen, dabei sehr flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fließt.
Das Tempo wurde nicht immer ideal gewählt. Das hat mir im ersten Teil ein wenig besser gefallen. Zwar gab es da auch ein paar Längen, aber hauptsächlich am Anfang. Bei der Fortsetzung tauchten diese immer mal wieder auf, unterbrochen von Spannungsspitzen, die meiner Meinung nach immer ein wenig zu spät kamen. Obwohl auch hier alles auf einen fulminanten Höhepunkt zusteuert.
Wie schon in Band eins hat mir Paige sehr gefallen. Hier ist sie nicht ausschließlich die harte Bikerbraut, die kaum Gefühle zulässt, sondern zeigt auch eine verletzliche Seite. Trotzdem beweist sie weiterhin Kampfgeist. Mit Lavaughn musste sie kleinere Schlachten schlagen, was sie zusammengeschweißt hat. Allerdings wirkten sie in Band zwei so innig, als wären sie schon viel länger zusammen. Das hat mich etwas irritiert. Gerade zu Beginn hat mich das langsame Herantasten, das Umdenken sehr gefallen. Inzwischen sollte es um das Festigen gehen. Das kommt nur zeitweilig zum Ausdruck. Schließlich bringt eine Beziehung zwischen einem Vampir und einem Menschen einiges an Konfliktpotenzial mit sich.
Bei Lavaughn wiederum musste ich in Teil eins umdenken, weil er nicht unbedingt uneingeschränkt sympathisch war, auch wenn das keine große Herausforderung war. Seit er mit Paige zusammen ist, wirkt er deutlich weicher und geht in der Fortsetzung meines Erachtens nach ein wenig unter. Dabei heißt weich nicht automatisch schwach. Allerdings kann man darüber hinwegsehen, weil es immer wieder Momente gibt, in denen sich die Geschehnisse überschlagen.
Der Abschluss der Dilogie hat mich letztendlich sehr gefesselt, ähnlich wie das Ende von Band eins. Womöglich hängt das auch damit zusammen, dass ich die parallelen Geschichten nicht kenne, das kann ich nicht beurteilen, aber ich werde es herausfinden.
Fazit
Ein durchaus würdiger Abschluss der Dilogie mit vielen spannenden sowie emotionalen Elementen.
Im Mittelpunkt stehen nach wie vor Paige und Lavaughn, die inmitten einer sich anbahnenden Katastrophe für ihre Liebe und ihre Zukunft kämpfen.
Ich wurde toll unterhalten und vergebe vier von fünf Sternen sowie eine klare Leseempfehlung.
#ravensburgerbuecher